Vor mittlerweile fünf Jahren überraschte ein brillant aufspielender Joaquin Phoenix mit „Joker“ die Welt und spielte weltweit über eine Milliarde US-Dollar ein, wobei er sogar populäre Blockbuster wie „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“ übertraf. Diese Erfolgsgeschichte ließ hohe Erwartungen an die Fortsetzung „Joker: Folie à Deux“ entstehen, die am 3. Oktober 2024 in Deutschland Premiere feierte.
Doch der neueste Streifen, der 190 Millionen US-Dollar verschlang und beim Venice Film Festival vorgestellt wurde, erfüllte diese bis dato überhaupt nicht. In „Joker: Folie à Deux“ steht Arthur Fleck wieder im Fokus, abermals dargestellt von Joaquin Phoenix. Jedoch ist er diesmal nicht allein. An seiner Seite spielt Lady Gaga die Rolle der Psychiaterin Harleen Quinzel, die bald zu seiner Verbündeten wird.
Trotz der vielversprechenden Besetzung und der erwartungsvollen Vorstellung in Venedig stieß der Film zum Start auf wenig Begeisterung. Zunächst gingen Experten noch davon aus, dass „Joker: Folie à Deux“ am Eröffnungswochenende in den USA etwa 150 Millionen US-Dollar einbringen könnte. Die Realität sah jedoch düster aus.
Schon der Vorverkauf deutete auf ein schwaches Interesse hin, und die tatsächlichen Zahlen des Startwochenendes blieben weit hinter den niedrigsten Prognosen zurück. Mit nur 40 Millionen US-Dollar Einnahmen, erreichte „Joker: Folie à Deux“ zwar die Spitze der Kinocharts, profitierte dabei jedoch von der fehlenden Konkurrenz.
Zum Vergleich: Der Originalfilm startete 2019 mit 96,2 Millionen US-Dollar. „Joker: Folie à Deux“ erlebte somit einen Rückgang von etwa 58 Prozent im Vergleich zum Vorgänger. Besonders enttäuschend war der drastische Rückgang der Beliebtheit über das Wochenende, wobei der Film von Freitag auf Samstag bereits 45 Prozent einbüßte.
Diese rückläufigen Zahlen lassen wenig Hoffnung, dass der Film in den USA die 100 Millionen Dollar-Grenze überschreiten wird – eine echte Katastrophe im Vergleich zu den 335 Millionen US-Dollar, die der erste Teil allein in den USA einspielte. Weltweit stehen die Chancen nicht viel besser. Anstatt einer ähnlichen Milliarde wie beim Vorgänger, dürfte „Joker: Folie à Deux“ kaum die 300 Millionen Dollar-Marke erreichen, mit einem erwarteten Maximum von vielleicht 250 bis 300 Millionen US-Dollar.
Auch in Deutschland spiegelt sich dieses Desinteresse wider. Lediglich 422.500 Kinobesucher wollten die Fortsetzung am Startwochenende sehen, ein Rückgang von fast 55 Prozent im Vergleich zu den 940.000 Zuschauern, die 2019 den ersten Teil am Eröffnungswochenende besuchten.
Dieses Desinteresse ist ein deutliches Zeichen dafür, dass „Joker: Folie à Deux“ die Erwartungen nicht nur nicht erfüllt, sondern auch eine herbe Enttäuschung für Fans und das Filmstudio gleichermaßen darstellt. Stand jetzt wird hier keine Erfolgsgeschichte geschrieben, so wie es der grandiose erste Film tat.
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