Seit Jahren schwebt über der Kinowelt die große Frage, wer denn nun das Erbe von Daniel Craig antritt und die Rolle des wohl bekanntesten Geheimagenten der Filmgeschichte übernehmen wird. Die Spekulationen um „Bond 26“ sind längst zu einem eigenen Unterhaltungsprogramm geworden, in dem Namen von Hollywood-Stars wie aus einem Lostopf gezogen werden.
Doch während Fans auf die Ankündigung eines neuen Darstellers warten, meldet sich nun ausgerechnet ein alter Bekannter zu Wort: Pierce Brosnan. Der irische Schauspieler war von 1995 bis 2002 das Gesicht des britischen Superagenten und prägte eine ganze Ära des Franchise. Mit „GoldenEye“, „Der Morgen stirbt nie“, „Die Welt ist nicht genug“ und „Stirb an einem anderen Tag“ schrieb er Bond-Geschichte, ehe Daniel Craig das Zepter übernahm und die Reihe in eine realistischere, härtere Richtung steuerte.
Brosnan genießt seither Kultstatus bei vielen Fans, auch wenn sein letzter Einsatz als 007 nicht unumstritten war. Nun ließ der mittlerweile 72-Jährige in einem Interview mit der Radio Times durchblicken, dass er sich eine Rückkehr vorstellen könnte – allerdings nicht im klassischen Sinne. Seine Worte:
„Meine Frau Keely [Shaye Smith] und ich haben dem Trommelwirbel der Erwartung gelauscht, wer der neue James Bond werden könnte. Da draußen sind viele tolle Kandidaten und ich bin sicher, dass sie ein Spektakel und ein Vergnügen bereiten werden.“ Schon dieser Satz zeigt, dass Brosnan die Nachfolge-Frage mit Interesse, aber auch einer gewissen Gelassenheit verfolgt.
Noch spannender ist jedoch seine augenzwinkernde Bedingung: „Ich weiß nicht, ob jemand einen schroffen, 72-jährigen Bond sehen will, aber wenn Villeneuve etwas aus dem Ärmel schüttelt, würde ich es mir sofort anschauen. Warum nicht? Es ist großartige Unterhaltung. Es könnte viele Lacher geben. Glatzenkappen, Prothesen... wer weiß?“
Dass er dabei nicht ganz ernst war, versteht sich fast von selbst. Branchenmedien wie Deadline merkten an, dass er seine Aussagen wohl eher im Scherz tätigte. Dennoch klingt in ihnen auch eine gewisse Offenheit mit: Ganz ausgeschlossen scheint ein erneutes Auftauchen von Brosnan im Bond-Kosmos nicht zu sein.
Besonders interessant ist, dass er explizit Regisseur Denis Villeneuve erwähnte. Der Kanadier hat sich mit Filmen wie „Blade Runner 2049“, „Arrival“ und der „Dune“-Reihe einen Namen als Visionär gemacht, der Blockbuster-Kino mit Anspruch verbindet. Allein die Vorstellung, Villeneuve würde ein Bond-Abenteuer inszenieren, dürfte bei vielen Fans für leuchtende Augen sorgen.
Die Bond-Saga hat in ihrer langen Geschichte ohnehin immer wieder Platz für Überraschungen gefunden. Gastauftritte, augenzwinkernde Verweise und unerwartete Figuren gehörten schon früh zur DNA der Reihe. Ob Brosnan tatsächlich noch einmal im Smoking auftritt oder vielleicht in einer kleinen Szene als Mentor, Gegner oder kurioser Sidekick auftaucht, bleibt Spekulation. Dass er selbst der Idee nicht abgeneigt ist – wenn die Bedingungen stimmen – verleiht den Diskussionen um Bond 26 jedoch eine neue Facette.
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