Kaum ein Film hat sich so tief bei Millionen von Fans ins Hirn eingebrannt wie „Rocky“. Harte Schläge, billige Trainingsräume, der berühmte Lauf durch Philadelphia – das alles gehört längst zum Kino-Grundwissen. Zum runden Jubiläum geht der Blick nun allerdings weg vom Boxring und direkt hinter die Kulissen.
Mit „I Play Rocky“ kommt kein weiteres Sequel, sondern ein Film, der sich ganz auf die Entstehung des Originals konzentriert und damit auf eine der hartnäckigsten Karrieren, die Hollywood je gesehen hat. Jetzt ist auch klar, wann das Ganze ins Kino kommt. Amazon MGM Studios hat sich für einen der begehrtesten Termine im US-Kalender entschieden.
Zurück in die 70er
Ab dem 13. November 2026 läuft „I Play Rocky“ zunächst in ausgewählten Kinos, bevor am 20. November der landesweite Start folgt. Also punktgenau rund um Thanksgiving. Das Original feierte seine Premiere im November 1976, der neue Film landet damit fast auf den Tag genau 50 Jahre später auf der großen Leinwand. Eine bessere Symbolik lässt sich kaum planen.
Für Deutschland gibt es zwar noch keinen fixen Termin, erfahrungsgemäß folgen solche Prestigeproduktionen jedoch schnell. Regisseur Peter Farrelly, sonst eher für Komödien bekannt, nimmt sich einer Geschichte an, die fast schon selbst wie ein Drehbuch klingt. Im Zentrum steht ein junger Sylvester Stallone, gespielt von Anthony Ippolito, der Anfang der Siebziger alles andere als ein gefragter Name war.
Ein langer Weg
Kaum Geld, kaum Rollen, aber eine ziemlich klare Vorstellung davon, was passieren sollte. Stallone schreibt ein Skript über einen Underdog-Boxer und weigert sich standhaft, die Hauptrolle an jemand anderen abzugeben – selbst als Studios mit Schecks winken. Diese Sturheit bildet das emotionale Rückgrat von „I Play Rocky“. Stephen James übernimmt die Rolle von Carl Weathers, der später als Apollo Creed Filmgeschichte schreiben sollte.
Damit rückt auch die Dynamik zwischen den späteren Leinwand-Rivalen in den Fokus, noch bevor sie überhaupt Ikonen wurden. Inhaltlich geht es weniger um Boxkämpfe als um Durchhaltevermögen. „I Play Rocky“ zeigt den langen Weg von einem Schauspieler, den kaum jemand ernst nahm, hin zu einem Film, der 1977 den Oscar als Bester Film gewann und ein riesiges Franchise lostrat.
Biopic, Hollywood-Geschichte und klassisches Underdog-Drama
Später kamen Fortsetzungen, Spin-offs und mit den Creed-Filmen eine neue Generation hinzu. Der Ursprung all dessen liegt jedoch in einem kleinen Projekt, das gegen jede Wahrscheinlichkeit funktionierte. Ob der Film den inneren Kampf Stallones glaubwürdig einfängt, wird sich zeigen. Stoff dafür gibt es genug. Allein die Mischung aus Biopic, Hollywood-Geschichte und klassischem Underdog-Drama dürfte nicht nur Fans interessieren.
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