Wenn von „Rocky“ die Rede ist, tauchen sofort Bilder von verschwitzten Boxkämpfen, harten Trainingsmontagen und ikonischer Musik im Kopf auf. Doch dieses Mal schlägt das Franchise eine ganz andere Richtung ein. Denn unter dem Titel „I Play Rocky“ wird nicht die Geschichte des fiktiven Boxers weitererzählt, sondern die wahre Achterbahnfahrt beleuchtet, die zur Entstehung des Kultfilms aus dem Jahr 1976 führte.

Hinter der Kamera steht dabei niemand Geringeres als Peter Farrelly, den viele mit Komödien wie „Dumm und Dümmer“ verbinden, aber auch mit preisgekröntem Drama wie „Green Book“. Längst ist bekannt, dass Anthony Ippolito in die Rolle des jungen Sylvester Stallone schlüpfen wird, während Stephen James den charismatischen Carl Weathers verkörpert.

Matt Dillon spielt Frank Stallone Sr.

Nun wurde allerdings eine weitere Besetzung enthüllt, die für Gesprächsstoff sorgen dürfte. Denn Matt Dillon wird als Frank Stallone Sr. auftreten – also als Vater der Hollywood-Ikone. Eine Entscheidung, die nicht aus der Luft gegriffen ist, schließlich haben Farrelly und Dillon schon bei der Kultkomödie „Verrückt nach Mary“ zusammengearbeitet. Dillon ist zudem bekannt für seine Rollen in Filmen wie „Rumble Fish“, „Wild Things“ oder Lars von Triers düsterem „The House That Jack Built“.

Wie Sylvester Stallone mehrfach betont hat, war die Beziehung zu seinem Vater Frank Stallone Sr. von Gegensätzen geprägt. „Charismatisch, fleißig und diszipliniert“ – so beschrieb er ihn, doch Anerkennung war schwer zu bekommen. Konflikte wurden nicht selten handfest ausgetragen. Dillon übernimmt damit eine Rolle, die vielschichtig und emotional ist, und dürfte dieser ambivalenten Vaterfigur einen intensiven Ausdruck verleihen.

<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">Exclusive: AnnaSophia Robb to Play Sylvester Stallone’s First Wife Sasha Czack in ‘I Play Rocky’<a href="https://t.co/dLYzXIhSuV">https://t.co/dLYzXIhSuV</a></p>— TheWrap (@TheWrap) <a href="https://twitter.com/TheWrap/status/1975607802237493530?ref_src=twsrc%5Etfw">October 7, 2025</a></blockquote> <script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

Neben der Vater-Sohn-Dynamik wird auch Stallones Liebesleben thematisiert. AnnaSophia Robb, bekannt aus „Charlie und die Schokoladenfabrik“, spielt Sasha Czack, Stallones Freundin während der Entstehungszeit von „Rocky“ und später seine erste Ehefrau. Elf Jahre waren die beiden verheiratet, bevor die Beziehung 1984 endete. Schon ein Jahr später stand Stallone erneut vor dem Traualtar – dann mit Brigitte Nielsen.

„I Play Rocky“ konzentriert sich auf die entscheidende Phase Mitte der 1970er-Jahre, als Stallone nach unzähligen Gelegenheitsjobs mit seinem Drehbuch in der Hand durch Hollywood zog. Studios waren zwar interessiert, doch die Hauptrolle wollten sie lieber mit einem bekannten Namen besetzen. Stallone jedoch blieb stur. Nur er selbst sollte Rocky Balboa verkörpern, auch wenn er dafür ein großes Gehalt ausschlug. Diese bedingungslose Überzeugung ist es, die am Ende den Grundstein für einen der größten Filmerfolge der Moderne legte.

Durchhaltevermögen und Kampfgeist

„I Play Rocky“ beleuchtet also weniger den legendären Boxring, sondern den zähen Weg dorthin. Eine Geschichte von Rückschlägen, unbequemen Entscheidungen und dem Glauben an sich selbst. Wer sich an den originalen „Rocky“ erinnert, weiß, dass die Figur Balboa stets für Durchhaltevermögen und Kampfgeist stand und genau diese Eigenschaften spiegeln sich auch in Stallones realem Lebensweg wider.

Dass der Mythos „Rocky“ bis heute lebt, zeigen nicht nur die zahlreichen Fortsetzungen, sondern auch die „Creed“-Reihe, in der Michael B. Jordan die nächste Generation von Boxern in den Mittelpunkt rückte. Insgesamt umfasst das Franchise mittlerweile neun Filme. Wann „I Play Rocky“ erscheinen wird, ist bislang nicht bekannt.

Quelle: filmstarts.de