Die postapokalyptische Welt von „Horizon Zero Dawn“ steht davor, vom Controller auf die große Leinwand zu springen. Was 2017 auf der PlayStation 4 begann, entwickelt sich nun zu einem echten Hollywood-Projekt. Guerrilla Games, das Studio hinter dem preisgekrönten Action-Rollenspiel, hat den Grundstein für eine der spannendsten Filmadaptionen der letzten Jahre gelegt.
Denn wie aktuelle Berichte verraten, geht es bald richtig los. Der Drehstart ist für 2026 angesetzt, während der Kinostart nur ein Jahr später erfolgen soll, also 2027. Die Infos stammen aus Dokumenten, die im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen Sony und Tencent aufgetaucht sind. Darin wird bestätigt, dass das Drehbuch bereits fertiggestellt wurde und die Suche nach einem Regisseur aktuell auf Hochtouren läuft.
Damit rückt das ambitionierte Filmprojekt deutlich näher an die Umsetzung, nachdem Fans jahrelang nur Gerüchte zu hören bekamen. Das Ganze ist Teil einer größeren Strategie von PlayStation Productions, die ihre bekanntesten Marken auf Film- und Serienformate überträgt. Nach „Uncharted“ und „Gran Turismo“ steht nun also mit „Horizon Zero Dawn“ eines der atmosphärischsten Spiele des letzten Jahrzehnts im Rampenlicht.
Asad Qizilbash, der Leiter von PlayStation Productions, bestätigte zudem, dass „Aloy auch im Film die zentrale Figur bleiben wird“. Wer allerdings in die ikonische Rolle der Jägerin schlüpfen wird, bleibt vorerst geheim. Interessant ist auch der Weg, den Sony mit dem Projekt eingeschlagen hat. Ursprünglich war eine Serie für Netflix geplant. Doch nach Problemen mit dem damaligen Showrunner Steve Blackman wurde diese Idee kurzerhand verworfen.
Anfang dieses Jahres erfolgte dann die offizielle Kursänderung. Statt einer Streaming-Serie wird nun ein ausgewachsener Kinofilm produziert, in Zusammenarbeit mit Columbia Pictures. Dieses Studio war bereits bei der Adaption von „Uncharted“ (2022) beteiligt und kennt sich mit großen Videospielmarken bestens aus. Die Entscheidung, gerade jetzt mit „Horizon Zero Dawn“ den Sprung ins Kino zu wagen, kommt zudem nicht zufällig.
Das Franchise hat mit „Horizon Forbidden West“ seine Popularität weiter ausgebaut und eine riesige Fangemeinde, die schon lange auf eine filmische Umsetzung spekuliert. Die Welt des Spiels liefert dafür ohnehin das perfekte Material. Rund 1000 Jahre nach dem Zusammenbruch der modernen Zivilisation leben die Menschen wieder in Stämmen, während gigantische Maschinenwesen über die Erde streifen.
Diese mechanischen Kreaturen – oft inspiriert von Dinosauriern oder Raubtieren – sind nicht nur visuell beeindruckend, sondern auch erzählerisch essenziell. Eine mysteriöse Fehlfunktion hat sie von friedlichen Hütern zu gefährlichen Jägern gemacht. Die Kriegerin Aloy stellt sich diesem Chaos, bewaffnet mit Pfeil, Bogen und einer gehörigen Portion Neugier, um das Geheimnis hinter der Katastrophe zu entschlüsseln.
Dabei stößt sie auf Überreste einer längst vergessenen Zivilisation – und auf Wahrheiten, die das Schicksal der Menschheit erklären könnten. Wie nah der Film der Spielvorlage letztlich kommen wird, hängt stark vom Regisseur und der Besetzung ab. Die nächsten Monate dürften zeigen, wie schnell sich aus einem Drehbuch ein echtes Kinoabenteuer formt – und ob Aloy bald auch auf der großen Leinwand zum ikonischen Gesicht einer neuen Filmreihe wird.
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