Es gibt Filme, die mit ihrer Besetzung allein schon neugierig machen. „The Score“ aus dem Jahr 2001, der heute Abend im Free-TV läuft, gehört genau in diese Kategorie. Wenn Schauspielgrößen wie Robert De Niro, Edward Norton und Marlon Brando aufeinandertreffen, ist Spannung vorprogrammiert.

Regie führte Frank Oz, der sich mit diesem Werk eher abseits seines komödiantischen Terrains bewegt. Statt Humor dominiert hier die düstere Atmosphäre eines klassischen Heist-Movies mit feinem Gespür für Timing und Details. Im Mittelpunkt steht Nick Wells, gespielt von De Niro, ein alter Hase, wenn es um professionelle Einbrüche geht.

Raus aus dem Einbrecher-Ruhestand

Nach Jahren in der Branche hat er eigentlich genug von der kriminellen Laufbahn und möchte sich zur Ruhe setzen – mit einem eigenen Jazzclub in Montreal. Doch wie das in solchen Filmen nun einmal so ist, lässt ihn der große Coup nicht los. Über seinen alten Freund Max (Marlon Brando) wird ihm ein Job angeboten, der ein letztes Mal alles ändern könnte: ein antikes Zepter aus einem streng bewachten Zollgebäude soll gestohlen werden. Das lukrative Ziel liegt quasi in greifbarer Nähe.

Der Haken: Nick soll dabei mit einem jungen, ehrgeizigen Kriminellen zusammenarbeiten. Edward Norton übernimmt die Rolle des talentierten, aber unberechenbaren Jack Teller. Jack hat sich bereits unter einer falschen Identität Zugang zum Gebäude verschafft – als angeblich geistig beeinträchtigter Hausmeister. Zwischen den beiden Männern entwickelt sich ein gefährliches Spiel aus gegenseitigem Misstrauen, professioneller Notwendigkeit und unterschiedlichen Vorstellungen vom perfekten Verbrechen.

Klassiker unter den Heist-Thrillern

Die Frage, wem man in dieser Konstellation trauen kann, bleibt bis zum Schluss offen. „The Score“ verzichtet auf laute Action und Explosionen, stattdessen setzt der Film auf langsame, aber präzise erzählte Spannung. Die Inszenierung lässt Raum für schauspielerische Nuancen, besonders De Niro und Norton liefern sich ein zurückhaltendes, aber intensives Duell, das weniger durch Worte als durch Blicke und Gesten funktioniert.

Im Genre der Heist-Filme nimmt „The Score“ eine eher klassische Rolle ein: Es geht um Planung, Vorbereitung und den Moment, in dem alles entweder funktioniert – oder scheitert. Dabei bleibt der Film stets auf dem Boden der Tatsachen und verzichtet auf übertriebene Stunts. Stattdessen steht die Kunst des leisen Vorgehens im Mittelpunkt, was auch den Reiz des Films ausmacht.

Wer Lust auf „The Score“ bekommen hat, kann den Heist-Klassiker heute Abend am 03. Juli 2025 um 21:35 Uhr im Free-TV auf ZDFneo sehen.