Gerade als man dachte, das Genre der Katastrophenfilme sei langsam in die Jahre gekommen, landete „Greenland“ im Jahr 2020 einen Volltreffer. Ein Film, der mit realistischem Nervenkitzel, effektvoller Action aber eben auch emotionalem Drama und überraschender Tiefe punktete. Nicht gerade das, was man von einem typischen Weltuntergangsszenario erwartet hätte.

Gerard Butler überzeugte in der Rolle des John Garrity, einem Familienvater, der sich mit seiner Familie durch ein von Kometen bedrohtes Amerika kämpft. Und Fans dürfen sich freuen, dann mit „Greenland 2: Migration“ kommt eine Fortsetzung. Und der US-Kinostart steht nun auch fest, nämlich der 9. Januar 2026. Nach dem massiven Einschlag im ersten Film, der ganze Städte in Schutt und Asche legte, geht es im zweiten Teil nicht mehr um das Entkommen – sondern ums Überleben.

Reise durch ein postapokalyptisches Europa

Die Erde hat den Einschlag überstanden, doch zu welchem Preis? Familie Garrity hat sich zwar in Sicherheit gebracht, doch Grönland war nur ein vorübergehender Zufluchtsort. Jetzt beginnt ein neuer, beschwerlicher Weg. Eine Reise durch ein postapokalyptisches Europa, gezeichnet von Kälte, Zerstörung und dem Versuch, irgendwo wieder ein normales Leben zu beginnen. „Greenland 2: Migration“ knüpft dabei direkt an den Vorgänger an.

Im Mittelpunkt steht erneut die Familie Garrity, deren Zusammenhalt im Angesicht der Katastrophe auf die Probe gestellt wird. Gerard Butler kehrt zurück, ebenso Morena Baccarin als seine Frau Allison. Ergänzt wird der Cast durch Amber Rose Revah, die Serienfans aus „The Punisher“ bekannt sein dürfte. Erzählt wird die Geschichte dieses Mal mit einem deutlich größeren Budget.

Rund 65 Millionen US-Dollar flossen in die Produktion, also fast doppelt so viel wie beim ersten Teil. Gedreht wurde unter anderem in London und Island. Regisseur Ric Roman Waugh bleibt indes dem Franchise treu, ebenso wie Drehbuchautor Chris Sparling. Beide hatten schon im ersten Teil dafür gesorgt, dass zwischen all dem Krawall auch Platz für emotionale Zwischentöne blieb.

Ein Rückblick auf „Greenland“

Im Originalfilm wurde man mitten in ein globales Desaster geworfen. Ein vermeintlich harmloser Komet, der laut Wissenschaft vor Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen sollte, entpuppte sich als apokalyptischer Irrtum. Die Berechnungen lagen falsch! Ein Satz, der das Desaster in Gang setzte. Fragmente des Kometen schlugen auf der Erde ein, ganze Regionen wurden ausgelöscht. Die US-Regierung wählte eine Handvoll Menschen für ein Evakuierungsprogramm aus.

Darunter auch John Garrity, ein Ingenieur, der plötzlich zwischen Chaos, Panik und Moral seine Familie zusammenhalten muss. Grönland wurde zum letzten sicheren Zufluchtsort, aber auch zum Ort schwerer Entscheidungen. Die Evakuierung verlief alles andere als reibungslos – Sabotage, Trennung, Wiedervereinigung und das Überleben in einer aus den Fugen geratenen Welt bestimmten die Story. Dass sich dieser Stoff für eine Fortsetzung anbietet, war bereits beim Abspann spürbar.

Nun also der zweite Teil, der nicht mehr vom drohenden Weltuntergang erzählt, sondern vom Leben danach. Eiszeitliche Kälte, zerstörte Landschaften und ein Europa, das kaum wiederzuerkennen ist.

Quelle: kinocheck.de