Wer hätte gedacht, dass ein schräger Cartoon-Hase und ein zynischer Privatdetektiv aus den späten 80ern einmal wieder ins Rampenlicht hoppeln? Fast vier Jahrzehnte nach dem legendären Kinoauftritt bahnt sich tatsächlich neues Leben im Roger-Rabbit-Universum an.

Der verrückte Mix aus real gedrehten Szenen und handgezeichneten Toons gilt bis heute als Meilenstein und wirkt immer noch wie ein wilder Fiebertraum aus Film Noir, Slapstick und Hollywood-Satire. Damals setzte Robert Zemeckis ein echtes Statement, als „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ 1988 auf die Leinwand kam. Kritiker und Fans lagen gleichermaßen am Boden vor Lachen, und technisch war das Ganze seiner Zeit locker voraus.

Rechte an Figuren zurückerhalten

Dennoch blieb es bei diesem einen Film, obwohl gefühlt eine ganze Generation auf mehr Chaos aus Toontown gehofft hat. Pläne gab es reichlich, etwa ein Prequel namens „The Toon Platoon“, das aber nie die Produktionshürde schaffte. Disney zeigte sich lange nicht interessiert genug, und selbst Zemeckis war noch 2024 überzeugt, dass die Sache endgültig gelaufen sei.

Und jetzt? Plötzlich ändert sich alles. Denn Autor Gary K. Wolf hat nach Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Frist die Rechte an seinen Figuren zurückerhalten und kann wieder frei mit seinem schrillen Figurenkabinett hantieren. Die Klausel, die Urhebern nach 35 Jahren ihre Werke zurückgibt, sorgt für frischen Wind und Wolf nutzt die Gelegenheit sofort.

Latte hängt enorm hoch

Er machte nun im Interview mit „ImNotBad“ klar, dass die Latte enorm hoch hängt: „Alle Fortsetzungen, die wir machen, müssen mindestens die Qualität des Originalfilms erreichen. In Bezug auf Produktionswert, Ton, Drehbuchinhalt, Empathie und Charakterentwicklung. Sie müssen genauso gut oder besser sein als das, was wir zuvor gemacht haben. Das ist es, was die Fans wollen, und ich habe den Fans versprochen, dass ich ihnen genau das geben werde.“

Wolf liebäugelt sogar mit alten Weggefährten und Hollywood-Legenden: „Ich würde sehr gerne wieder mit Disney zusammenarbeiten. Ich würde mich sehr freuen, wenn Disney daran teilnehmen würde. Wir könnten dabei zusammenarbeiten. Es gibt eine Kerngruppe von Leuten, die am ersten Film mitgewirkt haben, und ich würde sehr gerne wieder mit diesen Leuten zusammenarbeiten. Steven Spielberg, Robert Zemeckis, Frank Marshall, Kathleen Kennedy. Ich würde mich sehr freuen, wenn Charles Fleischer zurückkommen und dem Hasen wieder seine Stimme leihen würde.“

Ein Film um Jessica Rabbit?

Noch ist offen, in welcher Form der Toon-Wahnsinn zurückkehrt. Wolf denkt laut eigenen Aussagen über verschiedene Projekte nach und plant Verfilmungen seiner Romane. Besonders weit im Prozess scheint indes die Idee rund um „Jessica Rabbit: XERIOUS Business“ zu sein. Die Verfilmung jenes Romans, der sich der mysteriösen Vorgeschichte von Jessica Rabbit widmet, die ursprünglich als echte Frau namens Jessica Krupnick existierte, bevor sie zur ikonischen Cartoon-Femme-fatale wurde.

Quelle: filmstarts.de