„Downton Abbey“ bekommt einen augenzwinkernden Rivalen und das nicht zu knapp. In der kommenden Parodie „Fackham Hall“ wird das britische Adels-Melodram praktisch einmal durch die Comedy-Presse gedreht und mit einer ordentlichen Ladung Anarcho-Humor serviert. Das frisch veröffentlichte Trailer-Material deutet schon an, wohin die Reise geht.

Teure Kostüme, pompöse Anwesen, steife Etikette und dann ein Taschendieb, der in diese Welt platzt wie ein Elefant in den Porzellanladen. Der charmante Eric Noone landet zufällig im Dienst eines prachtvollen Hauses im England der frühen 1900er-Jahre und hangelt sich dort blitzschnell von der untersten Personalstufe in den inneren Kreis der Herrschaft.

Agatha Christie lässt grüßen

Was folgt, liest sich wie eine Mischung aus falscher Identität, verbotener Liebe und klassischer Whodunit-Explosion. Die Hausherrin Rose Davenport lässt sich auf romantische Schwingungen ein, obwohl das im feinen Familienkosmos eigentlich undenkbar ist. Dann taucht plötzlich ein Mordfall auf, und prompt wird Eric als Hauptverdächtiger abgestempelt.

Das sorgt nicht nur im prunkvollen Anwesen für Chaos, sondern bringt auch eine investigative Figur auf den Plan, die natürlich versucht, Ordnung in die Sache zu bringen – ganz in der Tradition von Agatha-Christie-Ermittlern. Der Cast dürfte dabei für viel Wiedererkennungswert sorgen. Tom Felton, Damian Lewis, Thomasin McKenzie, Katherine Waterston, Emma Laird und Jim Carr, der nicht nur vor der Kamera auftaucht, sondern auch am Drehbuch gearbeitet hat, geben sich ein Stelldichein.

Erinnerungen an Spoof-Klassiker

Sie stolpern dabei durch Dialoge und Situationen, die den typisch trockenen, manchmal bodenlos albernen britischen Humor feiern. Zwischen aristokratischem Gehabe und herrlich entgleisenden Pointen erinnert das Ganze an Klassiker des Spoof-Genres und greift den Spirit von Produktionen wie „Nackte Kanone“ oder den chaotischen Eskapaden von Monty Python auf.

Das Setting im Haus der Davenports nutzt dabei alle Klischees, die Fans historischer Serien kennen. Nämlich eine neureiche Familie, komplexe Rangordnungen im Personal, adelige Kuppelversuche und ein Skandal, der jeden Salon erschüttern dürfte. Besonders gut wirkt die Mischung aus Old-Money-Attitüde und Gaunercharme. Die Macher spielen mit dem vertrauten Bild von glänzenden Kronleuchtern, perfekt gebügelten Uniformen und steifen Dinner-Regeln.

Mit dem Comedy-Hammer

Das alles nur, damit diese dann mit einem gezielten Comedy-Hammer zertrümmert werden. Dass Serien wie „Downton Abbey“ und die berühmten Hercule-Poirot-Geschichten Pate standen, ist kaum zu übersehen, gleichzeitig wird die frühindustrielle britische Welt mit einem Augenzwinkern zerlegt. Selbst Gangster-Vibes wie in Peaky-Blinders-Gefilden scheinen nicht ganz verschont zu bleiben.

Geplant ist ein Kinostart am 5. Dezember in den USA, zu einem deutschen Termin gibt es leider noch keine Infos.

Quelle: moviebreak.de