Wenn Vereinsleben auf Empörungskultur trifft, dann ist das Chaos nicht weit und genau dieses Chaos serviert die kommende Komödie „Extrawurst“ auf dem Silbertablett. Was als harmlose Abstimmung über einen neuen Grill beginnt, endet in einem Schlagabtausch, der das gemütliche Vereinsheim in ein Minenfeld gesellschaftlicher Befindlichkeiten verwandelt.

Und wer könnte diese Komödie besser tragen als Hape Kerkeling und Christoph Maria Herbst? Erstmals stehen die beiden Comedy-Schwergewichte nämlich gemeinsam vor der Kamera. Der nun veröffentlichte Trailer zu „Extrawurst“ gibt es auch einen guten Eindruck zum kommenden Kinospaß. Regisseur Marcus H. Rosenmüller, bekannt für „Pumuckl und das große Missverständnis“ oder „Trautmann“, bringt mit seinem neuen Film eine Theaterkomödie auf die Leinwand, die bereits auf der Bühne für Lachsalven und Diskussionen gesorgt hat.

Alles beginnt in einem beschaulichen Tennisclub

Die Vorlage stammt von den erfahrenen Comedy-Autoren Dietmar Jacobs („Stromberg“, „Pastewka“) und Moritz Netenjakob („Stromberg“, „Ladykracher“), die mit ihrem Gespür für absurde Alltagssituationen erneut zeigen, wie nah Humor und Katastrophe beieinander liegen. Die Handlung spielt in einem beschaulichen Tennisclub, wo der langjährige Vorsitzende Heribert (Hape Kerkeling) und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias (Friedrich Mücke) eigentlich nur über die Anschaffung eines neuen Grills entscheiden wollen.

Routinekram, denkt man – bis der Berliner Werbetexter Torsten (Christoph Maria Herbst) einen flapsigen Spruch in die Runde wirft und damit eine Lawine lostritt. Seine Frau Melanie (Anja Knauer) schlägt vor, zusätzlich einen Grill für Erol (Fahri Yardim) zu besorgen, den einzigen muslimischen Spieler des Vereins. Schließlich, so der Gedanke, sollten Würstchen aus Schweinefleisch und Halal-Grillgut nicht auf demselben Rost landen.

Ein Cast der sich sehen lassen kann

Was als freundlicher Vorschlag gemeint ist, entfacht eine hitzige Diskussion über Religion, Integration und Vereinsregeln – und schon bald steht nicht mehr der Grill, sondern das gesamte Vereinsgefüge auf dem Prüfstand. Zwischen empörten Mitgliedern, übertriebenem Moralverständnis und gekränkter deutscher Gemütlichkeit prallen Weltbilder aufeinander, bis sich selbst die überzeugtesten Hobby-Diplomaten fragen, auf welcher Seite sie eigentlich stehen.

Rosenmüller lässt seine Figuren mit spitzer Zunge und blitzschnellen Wortgefechten aneinandergeraten, ganz im Stil klassischer Ensemble-Komödien. Neben Kerkeling und Herbst überzeugt auch der Rest des Casts mit Fahri Yardim, Anja Knauer, Friedrich Mücke, Gaby Dohm und Milan Peschel. Mit seinem Timing, der pointierten Sprache und der typischen Mischung aus Humor und Gesellschaftssatire reiht sich „Extrawurst“ nahtlos in die Reihe deutscher Komödien ein, die Alltagsthemen mit Witz, aber ohne Zeigefinger beleuchten. Der Kinostart ist für übrigens den 15. Januar 2026 angesetzt.