Die Zwischenlande öffnen abermals ihre Pforten. Aber nicht auf den Bildschirmen mit Controller, sondern auf der großen Leinwand. Mit „Elden Ring“ erhält eines der erfolgreichsten und bildgewaltigsten Videospiele der letzten Jahre eine filmische Umsetzung. Die Nachricht, dass A24 sich dieser epischen Vorlage annimmt, ließ die Herzen vieler Fantasy- und Gaming-Fans bereits höherschlagen.

Jetzt wird die Gerüchteküche mit ersten Casting-Infos noch heißer. Denn wie der meist gut informierte Hollywood-Insider Jeff Sneider in seinem Newsletter „The InSneider“ berichtet, sollen Ben Whishaw und Kit Connor ganz oben auf der Wunschliste stehen, wenn es um die Besetzung der Hauptrollen geht. Eine offizielle Bestätigung seitens A24 fehlt zwar noch, doch Sneiders Quellen lagen schon in der Vergangenheit bei „Elden Ring“ erstaunlich richtig.

Spannende Kandidaten für die Hauptrollen

So war er es, der zuerst davon berichtete, dass das Projekt unter der Regie von Alex Garland und in Kooperation mit Bandai Namco Entertainment bei A24 in Arbeit ist. Ben Whishaw wäre für den Film kein unbeschriebenes Blatt. Der Schauspieler, der vielen als charismatischer Q aus den letzten „James Bond“-Filmen bekannt ist, hat bereits eine beeindruckende Bandbreite unter Beweis gestellt. Vom düsteren „Das Parfum“ über die charmante Stimme des Bären in „Paddington“ bis zur Netflix-Serie „Black Doves“.

Kit Connor wiederum bringt frisches Talent mit, vor allem durch seine Rolle in „Heartstopper“, und hat bereits mit Garland am Kriegsfilm Warfare gearbeitet. Die Entscheidung, Alex Garland indes Regie und Drehbuch anzuvertrauen, lässt auf eine dichte, künstlerisch anspruchsvolle Umsetzung hoffen. Mit Werken wie „Ex Machina“ und zuletzt „Civil War“ hat Garland gezeigt, dass er komplexe Stoffe ebenso visuell eindrucksvoll wie inhaltlich tief umsetzen kann.

Handschrift von George R. R. Martin

In Kombination mit der Handschrift von George R. R. Martin, der maßgeblich an der Lore des Spiels mitgewirkt hat, ergibt sich eine Mischung, die nicht nur Fans von „Game of Thrones“, sondern auch Freunde düsterer Fantasy-Welten neugierig machen dürfte. Laut Sneider ist Martin auch als Produzent aktiv an der Adaption beteiligt. Die Geschichte von „Elden Ring“ ist dabei alles andere als leichte Kost. Eine Welt, in der alte Götter, zerfallene Dynastien und albtraumhafte Monster den Ton angeben, lädt nicht gerade zu einem entspannten Popcorn-Abend ein.

Vielmehr geht es um verlorene Königreiche, eine kaputte Ordnung und einen ständigen Überlebenskampf in einer Welt, die sich irgendwo zwischen mittelalterlicher Düsternis und mythischem Wahnsinn bewegt. Mit weltweit über 30 Millionen verkauften Exemplaren hat das Spiel längst bewiesen, dass eine kryptische Erzählweise, anspruchsvolle Spielmechanik und ein tiefgründiges Universum kein Hindernis für die Massen sind.

A24 das perfekte Studio?

Der Transfer auf die Leinwand könnte diesem Universum nun eine neue Dimension eröffnen – vorausgesetzt, die düstere Stimmung, die grotesken Kreaturen und die melancholische Poesie der Welt finden ihren Weg in die filmische Umsetzung. Dass A24 sich des Projekts annimmt, dürfte nicht zufällig sein. Das Studio hat mit Filmen wie „Hereditary“ und „Midsommar“ bewiesen, dass es sich in der düsteren Ecke des Kinos besonders wohlfühlt. Daher passt „Elden Ring“ perfekt in ihr filmisches Portfolio.

Quelle: moviepilot.de