Über zehn Jahre ist es her, dass „Edge of Tomorrow“ auf der großen Leinwand für Aufsehen sorgte. Damals im Mai 2014 gestartet, entwickelte sich der Sci-Fi-Blockbuster zwar nicht sofort zum finanziellen Megahit, doch über die Jahre reifte er zu einem echten Fan-Liebling. Gerade im Heimkino entfaltete der Mix aus Zeitreise, Sci-Fi-Schlachten und bissigem Humor seine volle Wirkung.
Dass Fans seitdem lautstark nach einer Fortsetzung rufen, dürfte also niemanden überraschen. Und jetzt ist es eben tatsächlich so weit, demnach soll „Edge of Tomorrow 2“ Ende 2026 endlich in Produktion gehen. Besonders spannend ist, dass Tom Cruise und Emily Blunt wieder in ihre ikonischen Rollen zurückkehren werden.
Auch Doug Liman, der schon das Original inszenierte und zuvor mit Filmen wie „Die Bourne Identität“ oder „Mr. & Mrs. Smith“ sein Händchen für packende Action bewiesen hatte, nimmt erneut auf dem Regiestuhl Platz. Damit wird die Fortsetzung nicht nur zum Wiedersehen mit beliebten Figuren, sondern auch zum Projekt, das aus der frischen Zusammenarbeit zwischen Cruise und Warner Bros. hervorgeht.
Erst Anfang 2024 hatten beide Seiten einen Exklusiv-Deal angekündigt, der neue Großproduktionen vorsieht und „Edge of Tomorrow 2“ ist nun einer der ersten Titel, die daraus hervorgehen. Dass es so lange dauerte, bis die Fortsetzung wirklich auf Kurs gebracht wurde, liegt auch an der damaligen Einspielergebnis-Situation.
Das Budget von rund 178 Millionen US-Dollar konnte zwar wieder eingespielt werden, doch mit einem globalen Box-Office von 370 Millionen US-Dollar blieb der Film unter den Erwartungen von Warner. In Hollywood reicht ein Achtungserfolg eben nicht immer aus, um sofort eine Reihe zu starten. Erst mit den Jahren, als „Edge of Tomorrow“ im Heimkino stetig neue Zuschauer fand und sich als Dauerbrenner etablierte, gewann die Idee einer Fortsetzung neuen Auftrieb.
Das „Edge of Tomorrow“ am Ende ein voller Erfolg wurde, liegt auch an seiner Story. Ein Blick zurück: Major Bill Cage (Tom Cruise), ein Offizier ohne Kampferfahrung, wird in einer ausweglosen Schlacht gegen außerirdische Invasoren eingesetzt und stirbt – nur um sofort in einer Zeitschleife wieder aufzuwachen. Immer wieder durchlebt er denselben tödlichen Kampf, lernt dabei jedoch, seine Gegner besser zu verstehen und effektiver zurückzuschlagen.
An seiner Seite steht die knallharte Rita Vrataski (Emily Blunt), die als „Full Metal Bitch“ nicht nur einen legendären Spitznamen abbekam, sondern auch eine der coolsten Sci-Fi-Kriegerinnen der letzten Jahre verkörperte. „Edge of Tomorrow“ nutzte das Motiv der Zeitschleife auf spektakuläre Weise. Zwar hatten Filme wie „Source Code“ oder „…und täglich grüßt das Murmeltier“ das Prinzip schon früher aufgegriffen, doch Liman inszenierte es hier mit einem solchen Tempo, dass die Kombination aus Wiederholung, Action und Charakterentwicklung wie ein Adrenalinstoß wirkte.
:quality(90))