Einige werden sich sicherlich noch an das Jahr 2021 erinnern, wo die amerikanische Videospiel-Einzelhandelskette GameStop weltweit für Schlagzeilen sorgte. Eine kuriose wie irre Geschichte, nachdem Social-Media-Postings dafür sorgten, dass Kleinanleger plötzlich in das strauchelnde Unternehmen investierten und so dessen Kurs der GameStop Aktie plötzlich in den Himmel schnellen ließen.

Der Film „Dumb Money – Schnelles Geld“ befasst sich genau mit dieser legendären Finanzgeschichte, dies aber auch mit einem humorvollen und satirischen Unterton. Es geht um den Kampf „David gegen Goliath“, um moderne Robin Hoods aber auch um einen charakterlosen Kampf zwischen Privatleuten und Hedgefonds-Managern.

Das ist „Dumb Money – Schnelles Geld“

Der Plot von „Dumb Money – Schnelles Geld“ im Detail: Keith Gill, auch bekannt als Roaring Kitty, ist im Grunde genommen ein Durchschnittstyp mit einem Faible für Finanzen – und ein kleines bisschen nerdig obendrein. Er hat sich mal die GameStop-Aktie vorgenommen, das ist diese Kette, die Videospiele verkauft, und kommt zu dem Schluss, dass die irgendwie zu billig ist.

Also denkt er sich: „Lasst uns das mal ändern.“ Im Januar 2021 pumpt er all seine Ersparnisse in GameStop und teilt sein finanzielles Abenteuer mit der ganzen Welt über Social Media. Wie aus dem Nichts explodieren seine Posts und er wird über Nacht zum Internet-Phänomen. Aber es geht nicht nur um ihn – plötzlich sind alle, die ihm gefolgt sind, mit im Boot. Was als einfacher Aktientipp begann, wächst sich zu einer echten Bewegung aus, und auf einmal scheffeln alle Beteiligten Kohle ohne Ende.

Auf der anderen Seite stehen die großen Fische der Hedgefonds-Welt, Leute wie Gabe Plotkin, Steve Cohen und Ken Griffin, die sich plötzlich mit gigantischen Verlusten konfrontiert sehen. Die hatten nämlich darauf gewettet, dass GameStop den Bach runtergeht, um daraus Profit zu schlagen. Doch die Story nimmt jedoch eine rabiate Wendung, denn die Wall Street lässt sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen und die Milliardäre schlagen zurück.

Regisseur Craig Gillespie („I, Tonya“) ist mit „Dumb Money – Schnelles Geld“ ein packender wie illustrer Finanzkrimi geglückt, der von Anfang bis Ende beste Unterhaltung bietet. Denn trotz des eigentlich recht trockenen Basisthemas kommt keine Langeweile auf. Und das vor allem auch für all jene, die sonst über Aktiengeschäfte und Finanzfilme einen breiten Bogen machen.

Stars, Spaß & Spannung

Dass der Streifen ein gutes Tempo und Dynamik an den Tag legt, liegt zudem an dem groß aufspielenden Cast mit unter anderen Paul Dano, Pete Davidson, Vincent D'Onofrio, America Ferrera, Seth Rogen, Shailene Woodley und Dane DeHaan. All ihre Figuren runden diese irre Geschichte perfekt ab und sorgen auch für etliche herrlich absurde Momente. Insbesondere weil man einen humorvollen Zugang zum Finanzthema gewählt hat, dreht man hier gelungen an der Unterhaltungsschraube.

Wer dem Genre zugeneigt ist, sollte sich daher „Dumb Money – Schnelles Geld“ unbedingt im Heimkino geben.

Dumb Money – Schnelles Geld (LEONINE) – VÖ: 16. Feb. 24