Wenn Luc Besson zur Kamera greift, wird es meist außergewöhnlich. Aal explosiv, mal surreal, gerne auch völlig genreübergreifend. Jetzt allerdings betritt der französische Regievisionär finsteres Neuland. So widmet er sich mit „Dracula – Die Auferstehung“ einem der ältesten und ikonischsten Horrorstoffe überhaupt. Einen guten Vorgeschmack gibt es nun mit dem frisch veröffentlichten deutschen Trailer.
„Dracula – Die Auferstehung“ ist hierbei kein Sci-Fi, kein knallbuntes Popcorn-Kino, sondern eine Rückkehr zu blutigem Gothic-Horror – opulent, atmosphärisch und vor allem: episch. Bessons Handschrift ist dabei schon jetzt unübersehbar, nämlich bildgewaltig und emotional. In der Horror-Klassiker-Neuverfilmung interpretiert er die berühmte Geschichte des Vampirfürsten völlig neu, ohne sich fest an Bram Stokers Romanvorlage zu klammern.
Stattdessen geht es zurück ins 15. Jahrhundert, als der transilvanische Prinz Vlad II (Caleb Landry Jones) nach dem Verlust seiner großen Liebe Elisabeta (Zoë Bleu) innerlich zerbricht. Zornig kehrt er der Kirche den Rücken, ermordet einen Priester und ruft ein düsteres Schicksal auf sich herab – „verflucht von Gott und verdammt zu ewigem Leben“. So beginnt seine Reise als Dracula, der jahrhundertelang auf der Suche nach der Wiedergeburt seiner Geliebten durch die Welt irrt.
Jones, zuletzt gefeiert für seine Rolle in „DogMan“, taucht tief in diese tragische Figur ein und zeigt einen Dracula, der nicht nur Monster, sondern auch verlorene Seele ist. Es geht nicht um Schockeffekte oder billiges Blutvergießen – Besson inszeniert den Untoten als gequälten Helden, der irgendwo zwischen Rache, Schuld und Sehnsucht gefangen ist.
Doch „Dracula – Die Auferstehung“ lebt vom Konflikt und den liefert Christoph Waltz. Der zweifache Oscarpreisträger spielt einen fanatischen Vampirjäger in Priesterkutte, der dem Grafen mit eisiger Entschlossenheit entgegentritt. Schon die Konstellation Jones gegen Waltz schreit nach intensiven Duellen mit wortgewaltigen Konfrontationen.
Die Geschichte schlägt schließlich den Bogen ins moderne Paris, wo Dracula glaubt, in der geheimnisvollen Mina – erneut gespielt von Zoë Bleu – seine verlorene Elisabeta wiederzuerkennen. Es geht um Erinnerung, Reinkarnation und die unaufhörliche Suche nach Erlösung. Und das alles eingebettet in eine düstere Welt voller gotischer Architektur, flackerndem Kerzenlicht und finsterer Symbolik.
Auch der Cast abseits der Hauptrollen verspricht Spannung: Matilda De Angelis, Ewans Abid und Haymon Maria Buttinger ergänzen die Besetzungsliste. „Dracula – Die Auferstehung“ erscheint pünktlich zu Halloween, am 30. Oktober 2025, und dürfte nicht nur für eingefleischte Vampirfans ein Pflichttermin sein.
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