Mit dem jetzt veröffentlichten Red-Band-Trailer wird klar, dass Regisseur Rod Blackhurst weniger auf klassische Schockeffekte als auf einen intensiven Überlebenskampf und eine beklemmende Stimmung setzt. Am 11. Juni 2026 startet der Horrorfilm in den deutschen Kinos.

Zwischen aufwendig produzierten Studio-Horror und übernatürlichen Geistergeschichten schlägt „Dolly“ einen deutlich anderen Weg ein. Der Film setzt auf eine düstere Backwood-Atmosphäre, praktische Spezialeffekte und eine bewusst schmutzige Optik, die an das Exploitation-Kino vergangener Jahrzehnte erinnert.

Eine verstörende Bedrohung

Im Mittelpunkt von „Dolly“ steht Macy, die gemeinsam mit ihrem Freund Chase einen Ausflug in die Natur unternimmt. Aus dem gemeinsamen Abenteuer entwickelt sich jedoch innerhalb kürzester Zeit ein Albtraum, als die beiden in einer abgelegenen Gegend auf eine rätselhafte Gestalt treffen. Hinter der grotesken Maske verbirgt sich Dolly, eine furchteinflößende Figur mit einer bizarren Obsession für Puppen und einer ganz eigenen Vorstellung von Familie.

Nachdem Macy in ihre Gewalt gerät, beginnt für sie ein verzweifelter Kampf gegen Isolation, Angst und einen Gegner, dessen Verhalten kaum vorhersehbar ist. Rod Blackhurst orientiert sich stilistisch bewusst am rauen Horrorkino der 70er-Jahre und verzichtet weitgehend auf sterile Hochglanzästhetik.

Handgemachte Effekte statt digitaler Perfektion

Gedreht wurde auf Super-16mm-Filmmaterial, wodurch die Bilder einen körnigen und beinahe dokumentarischen Charakter erhalten. Unterstützt wird dieser Eindruck durch umfangreiche praktische Effekte, die den physischen Horror stärker in den Vordergrund rücken und den Film optisch von vielen aktuellen Genreproduktionen abheben. Statt übernatürlicher Spektakel setzt „Dolly“ auf eine unmittelbare, greifbare Bedrohung und eine Atmosphäre permanenter Unsicherheit.

Die Hauptrolle übernimmt Fabianne Therese, während Profi-Wrestlerin Max the Impaler die titelgebende Antagonistin verkörpert und der Figur allein durch ihre imposante Erscheinung eine außergewöhnliche Präsenz verleiht. Mit Seann William Scott gehört außerdem ein Darsteller zum Cast, den viele Zuschauer bislang vor allem aus Komödien kennen und der hier eine deutlich ernstere Rolle übernimmt.

Ergänzt wird die Besetzung unter anderem von Ethan Suplee, Russ Tiller, Kate Cobb und Michalina Scorzelli. Hinter der Kamera arbeitete Blackhurst gemeinsam mit Noah Belson am Drehbuch, während Oscar-Preisträger Adrien Morot für die Masken- und Spezialeffekte verantwortlich zeichnet. Noch vor dem regulären Kinostart wurde „Dolly“ auf mehreren internationalen Genrefestivals präsentiert und sorgte dort für Aufmerksamkeit.