Nach Jahren des Schweigens ist es nun offiziell: Die Abenteuer der Enterprise-Crew aus der sogenannten Kelvin-Timeline werden nicht mehr fortgesetzt. Paramount und Skydance haben beschlossen, einen neuen Star Trek-Film zu realisieren, jedoch ohne Chris Pine, Zachary Quinto und den restlichen Cast des J.J.-Abrams-Reboots. Damit ist das Kapitel der alternativen Zeitlinie, die 2009 begann, abgeschlossen.

Start einer neuen Ära

Im August übernahm Skydance für rund acht Milliarden US-Dollar das Filmstudio Paramount. Seitdem liegt das Schicksal von "Star Trek" in den Händen des neuen Eigentümers, geleitet von Skydance-Chef David Ellison, der selbst als bekennender Fan der Reihe gilt. Obwohl seit fast einem Jahrzehnt kein neuer Film im Kino lief, äußerten sich viele der bisherigen Darsteller zuletzt offen zu ihrer Bereitschaft, zurückzukehren. Besonders Simon Pegg, bekannt als Ingenieur Scotty, machte auf der Convention STLV: Trek to Vegas deutlich, wie sehr ihn die Zusammenarbeit mit dem Ensemble geprägt habe.

Schlussstrich unter die Kelvin-Zeitlinie

Auch Zachary Quinto, Darsteller von Spock, zeigte sich zuletzt optimistisch. In einem Interview mit Today betonte er, dass es nun der ideale Zeitpunkt für ein Comeback wäre. Zehn Jahre nach Star Trek Beyond habe die Besetzung noch immer engen Kontakt, und die Motivation sei ungebrochen. "Wir lieben einander und hatten viel Spaß bei den Dreharbeiten. Ich denke, wir alle würden sehr gerne wieder zusammenkommen und neue Geschichten erzählen", so Quinto.

Doch laut einem Bericht von Variety sind diese Hoffnungen nun endgültig passé. Skydance plane zwar einen neuen Film, habe sich aber "von der Idee verabschiedet, Chris Pine, Zachary Quinto und den Rest des Casts aus dem J.J.-Abrams-Reboot zurückzubringen". Stattdessen soll das Franchise mit einer neuen Besetzung und frischem Konzept in die Zukunft geführt werden.

Die Entscheidung dürfte auch auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen sein. Der letzte Kinofilm "Star Trek Beyond" spielte 2016 weltweit nur 343 Millionen US-Dollar ein, deutlich weniger als seine beiden Vorgänger. Schon damals kritisierte Pegg, das Marketing habe die 50-Jahr-Feier des Franchises kaum genutzt und es versäumt, ein breiteres Publikum anzusprechen.

Quelle: ign.com