Was passiert, wenn die Kreativität von „Muppet Show“-Mastermind Jim Henson, „Star Wars“-Erschaffer George Lucas und Musik-Ikone David Bowie aufeinanderprallt? 1986 kam dabei ein filmisches Meisterwerk heraus, das seither Kultstatus im Fantasy-Genre hat, nämlich „Die Reise ins Labyrinth“. Der Streifen, der durch seine ausgefallenen Figuren, eine einzigartige Handlung und Bowies unvergessliche Präsenz als Koboldkönig Jareth besticht, könnte bald ein modernes Revival erleben.

Denn laut Branchen-Insider Jeff Sneider, soll Regisseur Robert Eggers (u.a. „Der Leuchtturm“) an einer Neuauflage des Fantasy-Klassikers arbeiten. Eggers, der erst kürzlich mit seiner Version von „Nosferatu“ auf sich Aufmerksam machte, soll laut Berichten nicht nur die Regie führen, sondern auch das Drehbuch schreiben. Die Produktion entsteht unter der Zusammenarbeit von Sony Pictures und der Jim Henson Company.

Bislang ist jedoch unklar, ob es sich um eine Neuinterpretation des Originals oder um eine Fortsetzung handeln wird. Doch die Erwartungen an das Projekt sind hoch, besonders angesichts der prominenten Beteiligten. Bereits in der Vergangenheit gab es mehrere Versuche, den Fantasy-Klassiker wieder auf die Leinwand zu bringen. Namen wie Fede Álvarez („Evil Dead“) und Scott Derrickson („Doctor Strange“) wurden mit früheren Ideen in Verbindung gebracht.

Allerdings scheiterten diese Anläufe. Nun ruht die Hoffnung auf Eggers, der das Erbe des Originals bewahren und gleichzeitig frischen Wind in die Geschichte bringen könnte. Ob er das schaffen wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch, dass die Vorfreude unter Fantasy-Fans groß ist – auch wenn sich eingefleischte Anhänger des Originals Sorgen machen, dass der Zauber und das Vermächtnis des Films verwässert werden könnten.

Die Magie des Originals

Das Original „Die Reise ins Labyrinth“ erzählt die Geschichte der 16-jährigen Sarah (Jennifer Connelly). Sarah liebt es, in Fantasiewelten zu fliehen, doch als sie eines Abends auf ihren kleinen Bruder Toby aufpassen muss, überfordert sie die Verantwortung. Aus Frust wünscht sie, dass der Koboldkönig Jareth den Jungen entführt. Zu ihrem Schrecken wird der Wunsch Wirklichkeit: Toby verschwindet und Jareth (David Bowie) erscheint.

Er gibt Sarah 13 Stunden Zeit, das verworrene Labyrinth zu durchqueren und die Burg zu erreichen, in der Toby gefangen gehalten wird. Sollte sie scheitern, bleibt ihr Bruder für immer in der Welt der Kobolde. „Die Reise ins Labyrinth“, der durch seine aufwendige Puppentechnik Filmgeschichte schrieb, zeigt eine Vielzahl skurriler Kreaturen, die mit Handpuppen und Animatronik zum Leben erweckt wurden.

Und eben genau diese handwerkliche Kunst verleiht dem Original seine zeitlose Qualität. Dazu kommt David Bowies unverwechselbare Darstellung des charmanten, aber auch unheimlichen Koboldkönigs. Seine Performance wurde durch seine musikalischen Einlagen abgerundet, darunter der ikonische Song „Magic Dance“.

Quelle: kinocheck.de