Die Streaming-Welt steht mal wieder Kopf, denn ein Name sorgt aktuell für reichlich Aufsehen wie kaum ein anderer, nämlich „Demon Slayer“. Schon seit Wochen schwirren Gerüchte durch die Film- und Anime-Community, dass Netflix an einer Realverfilmung der Erfolgsreihe arbeitet. Verantwortlich für die Info ist der bekannte Hollywood-Insider Daniel Richtman.
Interessant ist hierbei, dass der Cast ausschließlich aus asiatischen Schauspielerinnen und Schauspielern bestehen soll. Damit möchte Netflix offenbar eine klare Linie fahren und verhindern, dass erneut Vorwürfe rund um „Whitewashing“ laut werden, wie es bei anderen Hollywood-Adaptionen bekannter Vorlagen schon mehrfach der Fall war.
Natürlich blieb es nicht aus, dass wilde Fan-Theorien in Umlauf kamen. In den sozialen Netzwerken tauchte plötzlich der Name Tom Holland auf, der als „Spider-Man“-Darsteller weltbekannt ist. Dass ausgerechnet er als möglicher Tanjiro im Gespräch sein könnte, stieß jedoch schnell auf Skepsis. Viele Stimmen machten deutlich, dass eine westliche Besetzung kaum mit der japanischen Herkunft und den kulturellen Wurzeln von „Demon Slayer“ vereinbar wäre.
Dass Netflix Interesse an einer Realadaption hat, ist kaum überraschend. Der Anime selbst hat seit seinem Start 2019 weltweit eine riesige Fangemeinde aufgebaut und gehört längst zu den ganz großen Marken der japanischen Popkultur. Mit „Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – Infinity Castle“ brach die Reihe erst kürzlich sämtliche Rekorde. Der Film konnte weltweit über 600 Millionen US-Dollar einspielen und überholte damit sogar gefeierte Werke wie „Your Name“ oder „Chihiros Reise ins Zauberland“.
Damit reiht sich das Projekt ein in eine lange Liste von Versuchen, Anime in Realfilme zu verwandeln. Netflix selbst hat hier bereits einige Erfahrungen gesammelt mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Während „Death Note“ von Adam Wingard und die „Cowboy Bebop“-Serie für große Diskussionen sorgten und letztlich nicht überzeugen konnten, bewies die Live-Action-Version von „One Piece“, dass es auch anders geht.
Die Piratencrew rund um Luffy schaffte es, die Fans zu gewinnen und eine neue Zielgruppe für die Marke zu öffnen. Genau darin könnte nun auch die Chance für „Demon Slayer“ liegen.
Die Popularität von Tanjiro, Nezuko, Zenitsu und Inosuke ist enorm. Kaum ein Anime hat in den letzten Jahren einen derartigen Hype ausgelöst. Netflix könnte also an einer Reihe arbeiten, die alle Voraussetzungen für einen weltweiten Erfolg mitbringt.
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