Es gibt Filme, die einfach nie so ganz verschwinden. „Das schwarze Loch“ gehört definitiv dazu. Ursprünglich 1979 von Disney als ambitionierter Versuch gestartet, im Fahrwasser von „Star Wars“ mitzuschwimmen, entwickelte sich das düstere Weltraumabenteuer mit den Jahren zum echten Kultstreifen.

Ein Science-Fiction-Film, der für damalige Verhältnisse fast schon unheimlich philosophisch daherkam und gleichzeitig ein Meilenstein für das Studio war. Ein Remake dieses Klassikers schien dabei lange in der Schwebe. 2009 schien das Projekt mit Regisseur Joseph Kosinski und „Dune“-Drehbuchautor Jon Spaihts bereits auf der Zielgeraden.

Doch trotz vielversprechender Ansätze verschwand das Vorhaben sang- und klanglos in einem eigenen kreativen Orbit. Jetzt allerdings deutet sich ein Comeback an. Denn Edgar Wright, bekannt für Genre-Perlen wie „Hot Fuzz“ und demnächst mit dem Remake von „The Running Man“ am Start, wird aktuell als heißer Kandidat für die Neuverfilmung gehandelt. Laut dem gut vernetzten Insider Daniel RPK befinde sich Wright in Gesprächen mit Disney.

Sollte er das Projekt übernehmen, wolle er das Drehbuch gemeinsam mit Joe Cornish („Attack The Block“) entwickeln. Allerdings gibt es laut dem Magazin „Collider“ aktuell noch keine Übereinkunft zwischen Disney und Wright. Dass ausgerechnet Wright, selbst erklärter Fan des Originals, das Projekt übernehmen könnte, lässt auf eine liebevolle, aber modernisierte Interpretation hoffen.

Damals teuerste Disney-Eigenproduktion

„Das schwarze Loch“ markierte übrigens gleich mehrere Premieren für Disney. Es war der erste Film des Studios mit einer PG-Freigabe. Ein klares Signal, dass dieser Stoff nicht nur für Kinder gedacht war. Und mit einem Budget von 20 Millionen Dollar war es auch die bis dahin teuerste Eigenproduktion des Mauskonzerns. Die Regie übernahm Gary Nelson, der mit der düsteren Grundstimmung des Films gegen den sonst eher familienfreundlichen Kurs von Disney schwamm.

Aber auch die Story von „Das schwarze Loch“ hatte es in sich. Alles beginnt mit der U.S.S. Palomino, die am Rand eines gewaltigen Schwarzen Lochs das seit zwei Jahrzehnten verschwundene Forschungsschiff U.S.S. Cygnus entdeckt. An Bord treffen Captain Dan Holland und seine Crew nicht nur auf den mysteriösen Dr. Hans Reinhardt (Maximilian Schell), sondern auch auf eine verstörend stille Roboterarmee und ein finsteres Geheimnis.

Kult-Status im Nachgang

Neben dem gefährlich charismatischen Reinhardt sorgt auch sein furchteinflößender mechanischer Begleiter Maximilian für Gänsehaut. Unterstützt wird das Ganze vom humanoiden Roboter V.I.N.CENT. Obwohl „Das schwarze Loch“ an den Kinokassen mit 35,8 Millionen US-Dollar nicht völlig baden ging, blieb er doch hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück.

Vor allem angesichts des Hypes rund um Sci-Fi-Filme in dieser Ära. Doch mit den Jahren schaffte es der Sci-Fi-Klassiker dann doch für eine riesige Fanbase und wurde im Nachgang zum Genre-Kult. Ob das Remake tatsächlich aus dem Schatten der Vergangenheit tritt und mit einem Remake neue Maßstäbe setzt, bleibt vorerst aber noch offen.

Quelle: filmstarts.de