Wenn ein Film aus dem Horror-Genre schon seit Jahrzehnten unangefochten auf seinem frostigen Thron sitzt, dann kann es sich eigentlich nur um John Carpenters Kult-Schocker handeln. „Das Ding aus einer anderen Welt“, oder international unter dem Titel „The Thing“ bekannt, steht seit 1982 sinnbildlich für pure Paranoia, eiskalten Sci-Fi-Terror und praktischen Effekt-Wahnsinn, der Genrefans bis heute schwärmen lässt.

Jetzt, über 40 Jahre später, sorgt ein Satz des legendären Regisseurs dafür, dass die Horror-Gerüchteküche heißer brodelt als ein Flammenwerfer in der Arktis: „Wir arbeiten gerade daran. Ich weiß es nicht. Wir werden sehen.“ Mehr braucht John Carpenter offenbar gar nicht sagen, um Fans weltweit in Alarmbereitschaft zu versetzen.

Ein außerirdischer Albtraum

Die Story des Originals ist indes längst eine Horror-Legende. Antarktis, Schneesturm, Einsamkeit und ein Wesen, das jedes Lebewesen perfekt kopieren kann. Ein Forscherteam in absoluter Isolation, das plötzlich nicht mehr weiß, wer noch Mensch ist und wer bereits zum außerirdischen Albtraum geworden ist. Diese Mischung aus Psycho-Terror, klaustrophobischem Setting und handgemachten Effekten ließ Fans damals wie heute herrlich gruseln.

Dazu der ikonische Score von Ennio Morricone und Kurt Russell als MacReady mit Frost im Bart und Flammenwerfer in der Hand. Schon einmal gab es den Versuch, die Geschichte zu erweitern. 2011 erschien ein Prequel, das erzählerisch direkt am Mythos anknüpfte. Nun also ein Satz, der Regieikone, der auf eine Fortsetzung hoffen lässt.

Misstrauen, Identitätsverlust, Kontrollverlust

Allerdings gibt es noch keine fixen Verträge und auch keine bestätigten Teams. Die Aussicht, dass Carpenter vielleicht wieder auf dem Regiestuhl landet, dürfte zudem alle Filmfans begeistern. Realistisch bleibt ebenso ein Szenario, in dem er „nur“ produziert oder beim Drehbuch mitmischt. Der Funke Hoffnung glimmt trotzdem hartnäckig weiter.

Schließlich redet man nicht ohne Grund von einem der prägendsten Werke des Sci-Fi-Horrors. Die literarische Grundlage, die Novelle „Who Goes There?“ von John W. Campbell Jr., bleibt ohnehin zeitlos: Misstrauen, Identitätsverlust, Kontrollverlust. Ein Stoff, der heute vielleicht noch beunruhigender wirkt als vor 40 Jahren.

Quelle: filmstarts.de