Der chaotische Beuteldachs kehrt zurück! Dieses Mal aber nicht auf der Konsole, sondern als animierte Hauptfigur auf Netflix. Laut Branchenkreisen befindet sich nämlich eine Animationsserie zu „Crash Bandicoot“ in Arbeit, die das Kultmaskottchen aus der Playstation-Ära in neuem Gewand zeigen soll.

Der quirlige Held, der seit Mitte der 90er als Symbolfigur des 3D-Jump-and-Run-Genres gilt, bekommt damit eine moderne Bühne. Crash hatte 1996 seinen ersten großen Auftritt und wurde schnell zum Markenzeichen der damaligen Playstation-Generation. Sein ungestümer Humor, die kunterbunte Welt und der unverwechselbare Wirbelangriff machten ihn zu einer der prägenden Figuren der Videospielgeschichte.

Vom Polygonhelden zum Streaming-Star

Dass diese Ikone nun als Serie umgesetzt wird, zeigt, wie stark klassische Spielecharaktere noch immer im popkulturellen Gedächtnis verankert sind. Die Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Animationsstudio WildBrain Studios, das bereits mit der erfolgreichen Netflix-Serie „Sonic Prime“ für Aufsehen gesorgt hatte.

Offizielle Angaben zur Handlung oder zu den Sprechern liegen noch nicht vor, doch Branchenbeobachter rechnen mit einem Format, das jüngere Zuschauer anspricht, ohne die nostalgische Energie der Originalspiele zu verlieren. Dabei dürfte die Serie denselben Mix aus Action, Slapstick und chaotischer Energie bieten, der „Crash Bandicoot“ schon in den 90ern auszeichnete.

Netflix setzt auf bekannte Spielemarken

Die geplante Serie fügt sich nahtlos in die Strategie des Streaming-Dienstes ein, bekannte Spielereihen in Serienform zu adaptieren. In den vergangenen Jahren hat Netflix immer stärker auf Videospielwelten gesetzt und dabei gezeigt, dass Games auch abseits des Controllers funktionieren. Ob „Arcane“, „Tomb Raider“ oder andere Projekte – sie alle belegen, dass sich animierte Adaptionen längst als eigenes Genre etabliert haben.

Für die Spieleindustrie ist das ein logischer Schritt. Erfolgreiche Marken lassen sich über neue Medien erweitern und erreichen so ein Publikum, das Gaming-Ästhetik schätzt, aber nicht zwingend selbst spielt. Sony, der ursprüngliche Publisher hinter „Crash Bandicoot“, verfolgt diesen Ansatz schon länger. Das Unternehmen nutzt seine Spielemarken gezielt, um filmische Universen aufzubauen und seine Figuren einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Quelle: kinocheck.de