Kurz vor Weihnachten zieht wieder eine Portion Zuckerguss ins Kino ein. Denn Tim Burton's Kultfilm „Charlie und die Schokoladenfabrik“ läuft noch einmal auf der großen Leinwand. Seine Version des Roald-Dahl-Klassikers gehört zu den Filmen, die viele schon als Kind gesehen haben oder zumindest noch genau wissen, wie schräg Johnny Depp als Willy Wonka damals wirkte.

Die Story bleibt zeitlos simpel und funktioniert gerade deshalb so gut. Charlie, ein Junge aus einfachen Verhältnissen, findet ein „Goldene Tickets“. Damit bekommt er Zugang zur geheimnisvollen Fabrik des seltsamsten Schokoladenmachers überhaupt. Seit Jahren hat dort niemand Fremdes einen Fuß hineingesetzt, und genau das macht den Reiz aus: eine Welt voller Rätsel, Fantasie und merkwürdiger Erfindungen.

Von Willy Wonka bis Oompa-Loompas

Willy Wonka selbst ist ein Kapitel für sich. Depp spielt ihn mit einer Mischung aus höflicher Distanz und kindlicher Verrücktheit, irgendwo zwischen Genie, Süßwaren-Ikone und jemandem, der eindeutig zu lange allein unter Kakaobohnen gelebt hat. Mit ihm betreten fünf Kinder die Fabrik — jedes auf seine Art überzeichnet, jedes mit eigener Schwäche. Und wie es bei Burton üblich ist, bekommt man hier sofort einen Eindruck, wer es schwer haben wird, wer übertreibt und wer am Ende doch etwas lernt.

Natürlich fehlen auch die Oompa-Loompas nicht. Ihre Auftritte bleiben einer der Momente, die man lange im Kopf behält — ein bisschen seltsam, ein bisschen lustig, perfekt für dieses Universum. Der Cast liest sich wie ein kleines Burton-Familientreffen: Johnny Depp, Freddie Highmore, Helena Bonham Carter, David Kelly, Christopher Lee und viele mehr. Visuell mischt der Film Süßwarenfantasie mit einem leicht schrägen Einschlag, ohne je komplett ins Chaos abzudriften.

Am 2. Dezember 2025 gibt es die Chance, das Ganze im Zuge der Best-of-Cinema-Reihe wieder im Kino zu sehen.