In Hollywood wird wieder scharf geladen! Und dieses Mal mit digitaler Munition. Die legendäre Shooter-Reihe „Call of Duty“ macht sich nämlich bereit für den Sprung von der Konsole in den Kinosaal. Und hinter dem Projekt stehen zwei Namen, die in letzter Zeit für reichlich Furore gesorgt haben.
Die Rede ist von Taylor Sheridan, der Kopf hinter Hitserien wie „Yellowstone“ und „Tulsa King“ sowie Regisseur Peter Berg (u.a. „Lone Survivor“, „Deepwater Horizon“), die dem ikonischen „Call of Duty“-Franchise filmisches Leben einhauchen sollen. Das Branchenmeldungen „Deadline“ ließ die Katze aus dem Sack, wonach Paramount nun offiziell an einem Kinofilm zu einer der erfolgreichen Videospielreihen arbeitet.
Die Info kommt jedoch nicht völlig überraschend, denn Hollywood flirtet schon länger mit der Idee einer Verfilmung. Immerhin zählt die Shooter-Reihe zu den bekanntesten Marken überhaupt. Und Zahlen sprechen da eine klare Sprache. Seit dem Start im Jahr 2003 hat die Reihe über 400 Millionen Exemplare verkauft, Rekorde gebrochen, Ranking-Listen dominiert und immensen kulturellen Einfluss ausgeübt.
Auch Steven Spielberg war einst interessiert, doch am Ende soll es an Rahmenbedingungen des Rechteinhabers gescheitert sein. Nun kommt die kreative Power von Taylor Sheridan und Peter Berg. Ein starkes Duo, was wichtig ist. Denn immerhin handelt es sich nicht um irgendeinen Titel, „Call of Duty“ ist ein Dauerbrenner. Mehrere Ableger, jährliche Releases, weltweite Turniere und Multiplayer-Schlachten, in denen Freundschaften entstehen oder Controller gegen die Wand gehen.
Egal ob im Zweiten Weltkrieg, in futuristischen Konflikten oder geheimen Black-Ops-Operationen. Das Franchise hat ein riesiges Repertoire an Militär-Settings aufgebaut. Parallel läuft die Games-Maschine weiter, mit neuen Teilen wie dem kommenden „Black Ops 7“, das ab November losballert. Für eine Kino-Umsetzung bedeutet es, dass es tonnenweise Material gibt, aber auch tonnenweise Erwartungen.
Fans wollen taktisches Feeling, große Emotionen und glaubwürdige Einsatzszenarien – nicht bloß ein Action-Feuerwerk ohne Herz. Ein filmischer Einstieg in das Franchise kann so gut wie überall ansetzen, vom klassischen Infanterietrupp bis hin zum verdeckten Spezialkommando. Und auch wenn noch kein einziger Frame gedreht ist, schwingt bei vielen die Hoffnung mit, dass dieses Projekt sich ernst nimmt und nicht wie eine reine Fan-Service-Maschine wirkt.
Wenn der kreative Sheridan-Berg-Bulldozer wirklich durchzieht, könnte hier die vielleicht ernsthafteste Videospiel-Verfilmung entstehen, die Hollywood seit Jahren angepackt hat.
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