Das „Bosch“-Universum scheint einfach keine Ruhe zu kennen. Kaum ist „Bosch: Legacy“ zu Ende gegangen, steht schon die nächste Serie aus dem Crime-Kosmos in den Startlöchern. Dieses Mal geht es nicht um den erfahrenen Ermittler Harry Bosch, sondern um seine Anfänge. Das Prequel hört auf den Namen „Bosch: Start of Watch“ und wurde nun offiziell bestellt.
Damit wird die Geschichte von Harry Bosch um ein spannendes Kapitel erweitert. Der neue Serienableger führt dabei zurück ins Jahr 1991, also weit vor die Ereignisse der Originalserie. Cameron Monaghan („Shameless“) wird in die Rolle des jungen Harry Bosch schlüpfen, noch bevor der Name im LAPD Gewicht hatte. Statt in den alten, dunklen Ecken von Los Angeles zu ermitteln, steckt Bosch hier noch mitten im harten Alltag eines Rookies, der versucht, seinen Platz in einem System zu finden, das alles andere als sauber ist.
„Bosch: Start of Watch“ wird übrigens nicht direkt bei Amazon Prime produziert, sondern von MGM+, der Streaming-Schwesterfirma unter dem Amazon-Dach. In den USA läuft die Serie also auf MGM+, während sie hierzulande über den gleichnamigen Channel bei Prime Video erscheinen wird. Hinter den Kulissen bleibt aber indes alles vertraut. Natürlich wieder mit am Start ist Harry-Bosch-Schöpfer Michael Connelly, der das Projekt als Executive Producer begleitet.
An der Seite von Cameron Monaghan wird Omari Hardwick („Star Trek: Sektion 31“) stehen, der die Rolle des erfahrenen Streifenpolizisten Eli Bridges übernimmt. Bridges ist ein Veteran des Vietnamkriegs und wird zum Mentor des jungen Bosch. Er selbst sieht sich in einem endlosen Krieg gegen das Verbrechen und er sucht nach Mitstreitern, die bereit sind, diesen Kampf mit ihm auszutragen.
Seine Lektionen auf den Straßen von L.A. sollen Bosch entscheidend prägen und die moralische Grundlage schaffen, die ihn später zu dem Ermittler macht, den Fans aus der Originalserie kennen. Die Geschichte soll ein Los Angeles zeigen, dass kurz vor dem Kollaps steht. Samt sozialen Spannungen, wachsender Bandenkriminalität und Korruption in den eigenen Reihen. In diesem Umfeld wird der junge Harry Bosch in einen komplexen Raubüberfall und eine tief verwurzelte Verschwörung verwickelt.
Dabei beginnt er, seinen berüchtigten moralischen Kompass zu entwickeln. Also den Grundsatz, der ihn in späteren Jahren leiten wird: „Entweder jeder ist wichtig oder niemand ist wichtig.“ Die ursprüngliche „Bosch“-Serie mit Titus Welliver lief ab 2014 und adaptierte viele Elemente aus Connellys Romanen, verlegte die Handlung aber näher an die Gegenwart.
Während Bosch in den Büchern als Veteran des Vietnamkriegs beschrieben wird, diente er in der Serie im Golfkrieg. Das Prequel greift diese Linie auf und zeigt Bosch kurz nach seinem Militärdienst, gerade einmal 26 Jahre alt, frisch beim LAPD und noch weit entfernt von der abgeklärten Coolness des älteren Detectives. Nach sieben Staffeln der Hauptserie und drei Staffeln des Nachfolgers „Bosch: Legacy“ schien das Kapitel eigentlich abgeschlossen.
Doch mit der Bestellung von „Bosch: Start of Watch“ bekommt das Universum eine neue Zeitachse – und damit eine frische Perspektive auf den Mythos Bosch. Parallel dazu arbeitet Amazon übrigens schon an einer zweiten Staffel von „Ballard“, dem Spin-off mit Maggie Q als Renée Ballard, einer ehemaligen Schülerin von Bosch.
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