Kaum ein Science-Fiction-Franchise hat das Kino so geprägt wie „Blade Runner“. Ridley Scotts düstere Vision von 1982 gilt bis heute als Blaupause für Cyberpunk und beeinflusst ganze Generationen von Filmschaffenden, Künstlern und Gamern. Mit Denis Villeneuves „Blade Runner 2049“ wurde das Universum 2017 erfolgreich erweitert und jetzt geht die Reise noch weiter.
Dieses Mal allerdings nicht im Kino, sondern auf dem heimischen Bildschirm. Denn „Blade Runner 2099“ kommt als Serie zu Amazon Prime Video. Amazon MGM Studios bestätigte offiziell, dass die neue Miniserie im Jahr 2026 startet. Ursprünglich war ein früherer Termin im Gespräch, doch die Hollywood-Streiks von 2023 sorgten für Verzögerungen.
Gedreht wurde schließlich ab Juni 2024, gegen Ende desselben Jahres endeten die Aufnahmen. Seitdem befindet sich das Projekt in der Postproduktion. Showrunnerin Silka Luisa, bekannt durch „Shining Girls“, übernimmt die Leitung. Unterstützt wird sie von Ridley Scott, der als Produzent fungiert, während Jonathan van Tulleken („Shogun“) bei den ersten beiden Episoden Regie führte.
Inhaltlich hält sich Amazon noch bedeckt, doch erste Details sind bereits bekannt. „Blade Runner 2099“ setzt rund 50 Jahre nach den Ereignissen von Villeneuves Film „Blade Runner 2049“ an und spielt damit ungefähr 80 Jahre nach Scotts Original. Eine der zentralen Figuren wird die von Michelle Yeoh gespielte Replikantin Olwen sein. Ein künstliches Wesen, das am Ende seines Lebens steht. Auch Hunter Schafer („Cuckoo“) übernimmt eine Hauptrolle und verstärkt damit den Cast.
Die Ankündigung sorgt für frische Spekulationen darüber, welche Themen im Mittelpunkt stehen könnten. Schon der erste Film machte klar, dass es nicht allein um futuristische Action geht. „Blade Runner“ stellte existenzielle Fragen: Was macht einen Menschen aus? Wo beginnt und endet die Moral, wenn künstliches Leben Gefühle entwickelt?
Harrison Ford als Rick Deckard musste 1982 in einer neongetränkten, verregneten Zukunft Replikanten jagen, die von echten Menschen kaum zu unterscheiden waren. Der Film etablierte einen Stil, der bis heute unzählige Werke beeinflusst. Mit „Blade Runner 2049“ wurde die Saga in eine neue Dimension geführt.
Denis Villeneuve inszenierte Ryan Gosling als Blade Runner K, der bei seinen Ermittlungen auf ein Geheimnis stieß, das das Machtgefüge der Welt infrage stellte. Der Film kombinierte die ikonische Noir-Stimmung mit hypnotischen Bildern und einem Soundtrack, der das Kino beben ließ. Harrison Ford kehrte als gealterter Deckard zurück, und erneut ging es um Erinnerungen, künstliches Leben und die fragile Grenze zwischen Mensch und Maschine.
Nun also „Blade Runner 2099“. Der Titel allein deutet an, dass die Serie noch tiefer in die Zukunft eintaucht und ein Universum zeigen dürfte, das sich weiter von den uns bekannten Realitäten entfernt. Ob es um den Niedergang der Megastädte, um neue Formen von Replikanten oder um das endgültige Aufeinandertreffen von Mensch und Maschine… nun es bleibt spannend.
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