Hollywood liebt es, alte Stoffe neu aufleben zu lassen und dieses Mal ist es niemand Geringeres als Pamela Anderson, die sich ein eigenes Kapitel Filmgeschichte noch einmal vorknöpft. Die Schauspielerin, die einst mit roten Badeanzügen und Actionrollen das die 90er prägte, arbeitet nämlich an einer Serien-Umsetzung von „Barb Wire“.
Der Film, der 1996 in die Kinos kam, galt zunächst als Kassenflop, wurde jedoch im Laufe der Jahre zu einem kultigen Geheimtipp für Fans von schrägen Comic-Adaptionen. Jetzt bekommt der Titel die Gelegenheit, in einem völlig neuen Format erneut durchzustarten. Pamela Andersons Rückkehr ins Rampenlicht verlief in den letzten Jahren ohnehin überraschend erfolgreich.
Nach langen Phasen, in denen vor allem Schlagzeilen über ihr Privatleben dominierten, rückten wieder ihre schauspielerischen Fähigkeiten in den Vordergrund. Das Biopic „Pam & Tommy“ sowie die Netflix-Doku „Pamela: Eine Liebesgeschichte“ machten noch einmal deutlich, wie stark ihr Leben von der Öffentlichkeit verfolgt wurde. Doch es folgten neue Rollen, mit denen sie Kritiker wie Publikum verblüffte.
In „The Last Showgirl“ wurde Anderson für ihre Performance erstmals mit einer Golden-Globe-Nominierung bedacht. Ein Karriereschritt, den viele so nicht erwartet hätten. Auch im aktuellen Slapstick-Reboot von „Die nackte Kanone“ an der Seite von Liam Neeson bewies sie ein Gespür für Komik, das häufig unterschätzt wird. Nun geht sie aber noch weiter.
Mit der frisch gegründeten Produktionsfirma And-Her-Sons-Productions, die sie gemeinsam mit ihren beiden Söhnen Brandon Thomas Lee und Dylan Jagger Lee ins Leben rief, hat sie sich „Barb Wire“ als erstes Großprojekt ausgesucht. Schon allein diese Entscheidung zeigt, dass Anderson keine Angst davor hat, alte Projekte neu zu denken und gleichzeitig persönliche Geschichte mit kreativen Ambitionen zu verknüpfen.
Die Serienversion soll dabei nicht einfach nur ein nostalgischer Abklatsch des Originals werden. Wie das Branchenmagazin „Deadline“ berichtet, wird die Neuinterpretation einen ganz anderen Weg einschlagen. Zwar bleibt die Comic-Vorlage aus dem Hause Dark Horse weiterhin die Basis, doch die Umsetzung soll sich stärker von den überdrehten Stilelementen des 90er-Jahre-Films lösen.
„Barb Wire“ erzählt die Geschichte von Barbara Kopetski, einer Kopfgeldjägerin in der dystopischen Stadt Steel Harbor, die nicht nur mit Waffen, sondern auch mit einem Motorrad ausgestattet ist und Aufträge annimmt, solange der Preis stimmt. Gerade in einer Zeit, in der düstere Comic-Adaptionen wie „The Boys“ oder „Watchmen“ zeigen, wie flexibel sich dieses Genre entwickeln lässt, könnte „Barb Wire“ in Serienform eine ganz neue Wirkung entfalten.
Während die Kinoversion damals vor allem durch schrille Action und überzogene Ästhetik auffiel, könnte eine modernisierte Erzählweise die Figur Barbara Kopetski stärker als Charakter und weniger als Karikatur ins Zentrum rücken. Wann die Serie zu sehen sein wird und auf welchem Streamingdienst sie landet, ist bislang offen.
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