Was einst als unheimliche Internetgeschichte begann, wandert nun auf die große Leinwand. Mit „Backrooms“ bringt das Indie-Studio A24 eine der bekanntesten Creepypastas in die Kinos und das schon 2026. Ursprünglich erdacht in den Untiefen von 4chan und ab 2022 durch Kane Parsons’ gleichnamige Webserie in die virale Sphäre katapultiert, entwickeln sich die endlosen, gelblich beleuchteten Büroräume zu einem handfesten Horrorfilm.

Vom Internet-Hype zum Kinoprojekt

Die „Backrooms“ sind ein simples, aber erschreckend effektives Konzept: endlose Räume, deren sterile Normalität gerade deshalb unheimlich wirkt. Wer einmal durch einen Fehler in der Realität stolpert, findet sich in dieser monotonen Welt wieder. Einer Zwischenebene, die nach außen banal erscheint, aber in Wahrheit von Monstern und anderen Gefahren bewohnt wird.

Dass ein Forschungsinstitut in Parsons’ Serie verzweifelt versucht, die Dimension zu erfassen, verstärkt den Mythos. Das Konzept der Backrooms lebt nicht von Blut und Jumpscares, sondern von subtiler Verunsicherung. Schon in der Creepypasta hieß es: „If you're not careful and you noclip out of reality in the wrong areas, you'll end up in the Backrooms.“

A24 schnappt sich „Backrooms“

Genau dieses Gefühl, versehentlich in eine fehlerhafte Ebene der Realität geraten zu sein, ist es, was das Internetphänomen so eindringlich macht. Gefilmt im Found-Footage-Stil, erreichte die Serie rasch Millionen Klicks, und bald war klar: Dieses Szenario schreit nach einer Verfilmung. Und wenig verwunderlich hat sich das Kultstudio A24 „Backrooms“ geschnappt.

Jene Filmschmiede die für ihren extravaganten und speziellen Stil bekannt ist und Film-Hits wie „Hereditary – Das Vermächtnis“, „Midsommar“, „Everything Everywhere All at Once“, „The Whale“ oder zuletzt „Heretic“ herausgebracht haben. Die Hauptrollen gehen für „Backrooms“ übrigens an Chiwetel Ejiofor, Renate Reinsve, Mark Duplass und Avan Jogia. Übrigens, Kane Parsons selbst, gerade einmal 20 Jahre alt, führt Regie.

Drehstart angekündigt

Dass der Schöpfer der Webserie auch den Kinofilm inszeniert, könnte dafür sorgen, dass die filmische Umsetzung den besonderen Vibe des Originals bewahrt. Parsons weiß, wie man aus simplen Mitteln maximale Beklemmung zieht – sterile Tapeten, flackerndes Neonlicht und die endlose Wiederholung identischer Räume reichen aus, um ein Gefühl der Orientierungslosigkeit zu erzeugen.

A24 kündigte indes den Drehstart offiziell mit einem Bild vom Set an, auf dem die Klappe mit dem Schriftzug „The Backrooms“ zu sehen ist. Die Produktion läuft also, auch wenn ein genaues Startdatum für die Kinos noch aussteht.

Quelle: moviejones.de