Kaum ein Name steht so konstant für gigantische Kinozahlen wie der von James Cameron. Mit „Avatar: Fire and Ash“ setzt der Regisseur seine außergewöhnliche Sci-Fi-Reihe fort und liefert erneut einen Film ab, der weltweit mehr als eine Milliarde US-Dollar einspielt. Es ist bereits das vierte Werk Camerons in Folge, dass die Schwelle von 1 Milliarde US-Dollar überschreitet.

Eine Leistung, die im modernen Blockbuster-Kino ihresgleichen sucht und seine Sonderrolle in Hollywood weiter festigt. Nach einem Kinostart, der von vorsichtiger Skepsis begleitet wurde, entwickelte sich „Avatar: Fire and Ash“ rasch zu einem globalen Kassenerfolg. Besonders auf dem nordamerikanischen Markt zeigt sich die Zugkraft des Franchise, während international erneut beeindruckende Zahlen zusammenkommen.

Weiteres Schwergewicht in der Erfolgsgeschichte

Auch wenn dieses Kapitel am Ende hinter den extremen Spitzenwerten der Vorgänger zurückbleiben dürfte, gehört der Film dennoch zu den kommerziell erfolgreichsten Produktionen der Kinogeschichte. Ein Blick auf die bisherigen Rekorde verdeutlicht die Dimension: „Avatar“ aus dem Jahr 2009 bleibt mit rund 2,9 Milliarden Dollar inklusive Wiederaufführungen unangefochten an der Spitze.

„Avatar: The Way of Water“ erreichte 2022 über 2,3 Milliarden Dollar und bewies, dass die Welt von Pandora nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat. „Fire and Ash“ reiht sich nun als weiteres Schwergewicht in diese Erfolgsgeschichte ein. Inhaltlich schlägt „Avatar: Fire and Ash“ spürbar andere Töne an.

Neue Figuren, rauerer Ton

Im Mittelpunkt steht mit Varang eine Figur, die dem Franchise eine neue, deutlich härtere Facette verleiht. Gespielt wird sie von Oona Chaplin, die vielen noch aus Game of Thrones bekannt ist. Varang verkörpert das komplette Gegenbild zu den bisher gezeigten Na’vi-Kulturen: keine spirituellen Rituale, keine tiefe Verbundenheit mit der Natur, sondern eine klare Ausrichtung auf Macht, Kampf und Kontrolle.

Ihr Clan lebt in den vulkanischen Regionen Pandoras, einer Umgebung, die visuell wie erzählerisch neue Akzente setzt. Lavafelder, Aschewolken und eine aggressive Lebensweise prägen diese Gemeinschaft, die eher an eine entfesselte Naturgewalt erinnert als an ein harmonisches Volk. Damit verschiebt sich der innere Konflikt der Reihe erstmals deutlich nach innen.

Vertraute Helden in einer gespaltenen Welt

Neben den neuen Kräften kehren auch die bekannten Figuren zurück. Jake Sully ist inzwischen vollständig in seiner Rolle als Anführer angekommen und sieht sich mit Bedrohungen konfrontiert, die nicht mehr ausschließlich von außen kommen. Auch Neytiri und ihre Familie bewegen sich durch eine Welt, die zunehmend unberechenbar wird. Während frühere Filme vor allem den Gegensatz zwischen Menschen und Na’vi betonten, rückt „Fire and Ash“ die Spannungen innerhalb Pandoras stärker in den Fokus.

Bereits „The Way of Water“ hatte das Universum erweitert und neue Lebensräume eingeführt – von Ozeanstämmen bis zu nomadischen Völkern in der Luft. Der aktuelle Film greift diese Vielfalt auf, verleiht ihr jedoch einen deutlich düsteren Unterton. Alte Allianzen geraten ins Wanken, neue Fronten entstehen, und Pandora präsentiert sich facettenreicher und konfliktreicher als je zuvor.

Quelle: moviebreak.de