Netflix hat direkt zum Start ins neue Jahr mit der Miniserie „American Primeval“ einen Nerv getroffen. Die düstere Western-Serie entführt ins Jahr 1857 und zeichnet ein kompromisslos realistisches Bild des Wilden Westens. Regisseur Peter Berg („Friday Night Lights“) und Drehbuchautor Mark L. Smith („The Revenant“) haben hierbei ein sechsteiliges Epos geschaffen, das auch die dunklen Seiten der menschlichen Natur eindrucksvoll in Szene setzt.

Dabei stehen sowohl die Härte des Lebens im 19. Jahrhundert als auch die Brutalität der damaligen Gesellschaft im Mittelpunkt. Ursprünglich war „American Primeval“ als abgeschlossene Mini-Serie konzipiert. Doch angesichts des Erfolgs und der positiven Resonanz scheint eine zweite Staffel nun doch nicht ausgeschlossen. Denn Regisseur Peter Berg ließ nun in einem Interview mit dem „Hollywood Reporter“ durchblicken, dass Gespräche über eine mögliche Fortsetzung laufen.

„Wir sprechen gerade darüber... […]“

Allerdings wäre diese wohl nicht als direkte Fortsetzung der bisherigen Handlung gedacht, sondern eher als Prequel. „Wir sprechen gerade darüber... Das ist der Weg, den wir gehen würden, wenn wir es machen, und ich weiß nicht, ob wir es tun werden, aber das wäre der Weg, den wir gehen würden“, erklärte Berg. Ein Prequel könnte sich laut Berg auf die Figur Isaac konzentrieren, der in der Serie brillant von Taylor Kitsch gespielt wurde.

Isaac, der zahlreiche Gefahren und Hindernisse überstehen musste, fand aber kein klassisches Happy End in der Serie. Dennoch sieht Berg in ihm viel Potenzial für eine Vertiefung seiner Geschichte. „Ich hätte großes Interesse, mehr von Isaac zu zeigen und seine Geschichte weiter zu erforschen“, so der Regisseur. Die düstere und komplexe Persönlichkeit der Figur bietet natürlich genug Material, um vor allem dessen Vergangenheit näher zu beleuchten.

Chancen auf ein Prequel

Eine direkte Fortsetzung hingegen wäre aus mehreren Gründen komplizierter, gerade wenn es um die Figuren Two Moons, gespielt von Shawnee Pourier, und Devin, dargestellt von Preston Mota, geht. „Shawnee und Preston hatten schon genug Schwierigkeiten. Wir mussten fünf Monate pausieren, und in der Zeit ist Preston drei Zoll gewachsen, seine Stimme hat sich verändert, und er bekam Haare im Gesicht.

Das würde einen großen Zeitsprung erfordern“, erklärte Berg. Ob indes eine zweite Staffel tatsächlich Realität wird, bleibt abzuwarten. Netflix hat sich bisher nicht offiziell dazu geäußert. Doch mit der Aussage von Peter Berg, dass „die Idee, zurückzublicken, wirklich interessant“ sei, stehen die Chancen gut, dass „American Primeval“-Fans mit einem Prequel beschenkt werden könnten.

Quelle: filmstarts.de