Nicht jedes Reboot ist eine gute Idee. Das mussten nun auch die Verantwortlichen im Hause Amazon einsehen und stampften eine auf einem Film-Klassiker der späten 90er basierende Serie nach nur einer Staffel direkt wieder ein.
Getroffen hat es mit der Serie „Cruel Intentions“ nämlich eine Neuauflage des Spielfilms mit dem gleichen Titel – hierzulande sicherlich besser bekannt unter dem deutschen Namen „Eiskalte Engel“. Sowohl der ursprüngliche Spielfilm als auch die Serie basieren dabei wiederum auf dem Roman „Gefährliche Liebschaften“ von Choderlos de Laclos.
Im November 2024 lief Eiskalte Engel“ auf Prime Video an. Wie sich rasch zeigte, konnte die Neuaauflage die Erwartungen des Streamingdienstes jedoch nicht erfüllen – und die des Publikums offenbar auch nicht.
Zwar weigert sich Amazon traditionell, Informationen zu Zuschauerzahlen zu veröffentlichen. Wie ein Blick auf die „Nielsen Top 10 Streaming-Charts“ verrät, konnte die Serie dort aber weder eine Platzierung erzielen noch die Kritiker überzeugen. Und auch auf Portalen wie „Rotten Tomatoes“ und „IMDb“ fällt die Zustimmungsrate mit nur 24 Prozent respektive eine durchschnittliche Bewertung von 5,5 von 10 vernichtend aus.
Die Serie „Eiskalte Engel“ wurde ursprünglich von IMDB TV bestellt und nach der Umbenennung in Freevee letztendlich auf Prime Video veröffentlicht. In den Hauptrollen zu sehen sind Sarah Catherine Hook, Zac Burgess und Savannah Lee Smith, die Produktion übernahmen Sony Pictures Television, Amazon MGM Studios und Original Film.
Im Gegensatz zum Film spielt die Serie nicht in New York, sondern verlegt den Schauplatz nach Washington, D.C.. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die schwerreichen Stiefgeschwister Caroline und Lucien, die alles daran setzen, die strenge Hierarchie ihres Elite-Colleges anzuführen. Nach einem dramatischen Vorfall ist ihre Position jedoch bedroht und ein Plan muss her.
Dieser sieht vor, die Tochter des Vizepräsidenten zu verführen, was Lucien außerdem eine Nacht mit seiner Stiefschwester einbringen würde. Aus dem kaltherzigen Plan erwachsen für den jungen Mann jedoch bald echte Gefühle.
Vor der Serien-Adaption hatte FOX schon einmal versucht, eine Prequel-Serie zum Film produzieren, die jedoch vor der Ausstrahlung eingestellt wurde. Daraus entstand im Jahr 2001 der Direct-to-Video-Film „Cruel Intentions 2“, auf den mit „Cruel Intentions 3“ im Jahr 2004 eine weitere Fortsetzung folgte.
NBC bestellte 2016 wiederum eine Pilotfolge für eine Fortsetzung, an der mit Sarah Michelle Gellar sogar eine der Hauptdarstellerinnen des Originalfilms beteiligt war – doch auch dieses Projekt wurde letztlich auf Eis gelegt.
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