Kaum ist die erste Runde der deutschen Comedy-Serie „Alphamännchen“ durch, kündigt sich bereits der nächste Schwung chaotischer Midlife-Momente an. Die Mischung aus gescheiterten Plänen und ungeschönten Einsichten hat genug Eindruck hinterlassen, damit Netflix offiziell frühzeitig eine neue Staffel ins Rennen schickt.

Eine Entscheidung, die zeigt, wie solide das Format gestartet ist – und wie viel Potenzial in der verschobenen Lebensbalance der vier Hauptfiguren steckt. Die Rückkehr der titelgebenden „Alphamännchen“ bedeutet auch, dass Tom Beck, Moritz Führmann, Serkan Kaya und David Rott wieder gemeinsam vor der Kamera stehen.

Die Tücken eines Alltags

Das Quartett schlittert weiterhin durch die Tücken eines Alltags, der aus ehemals souveränen Männern ziemlich irritierte Exemplare im Übergang zum späteren Erwachsensein gemacht hat. Während das Umfeld fröhlich Tempo zulegt, scheinen die vier immer wieder überrascht davon zu sein, wie schnell Vertrautes ins Wanken geraten kann.

Auf Produktionsebene bleibt alles beim eingespielten Team. Geißendörfer Pictures hält die Fäden in der Hand, unterstützt von Hana Geißendörfer, Jan-Martin Scharf und Arne Nolting als Executive Producer. Die Serie bleibt damit erkennbar in jenen Händen, die schon die Erstauflage geprägt haben. Die Nähe zum spanischen Original „Machos Alfa“ sorgt zudem für reichlich erzählerisches Material, das sich in der kommenden Staffel auf neue Weise ausschöpfen lässt.

Neue Episoden, neue Krisen

Konkrete Startdaten stehen noch aus, doch die inhaltlichen Weichen sind gestellt. Auch in den neuen Folgen navigiert das Quartett durch private Herausforderungen und diffuse Selbstzweifel. Ulf muss beobachten, wie frischer Ehrgeiz einer jüngeren Kollegin seinen beruflichen Stand unter Druck setzt. Cem testet mutig die Dating-Welt aus und wird dort mit modernen Regeln konfrontiert, die so gar nicht zu seinen alten Vorstellungen passen.

Erik ringt mit der Idee einer offenen Beziehung, während Andi mit einem längst vertrauten, aber immer intensiver werdenden familiären Essverhalten zu kämpfen hat. Alle vier spüren, dass sich ihre einst stabile Überzeugungskraft auflöst. Die vermeintliche Rolle als tonangebende Alphatiere gerät ins Zwielicht, weil gesellschaftliche Erwartungen längst weitergezogen sind.

Ergänzt wird der Cast wieder durch Mona Pirzad, Franziska Machens, Marleen Lohse, Jaëla Probst und Valentina Leone. Hinter der Kamera übernehmen abermals Jan-Martin Scharf und Tobi Baumann zentrale Regiearbeiten, während die Autorenschaft der ersten Staffel mit Arne Nolting, Jan-Martin Scharf, Tanja Bubbel und Fabienne Hurst bereits die Basis gelegt hat, auf der nun weiter aufgebaut wird.

Quelle: dwdl.de