Die absurde Welt von „Achtsam morden“ dreht sich weiter – und wie! Nach dem durchschlagenden Erfolg der ersten Staffel, die nicht nur hierzulande zum Hit avancierte, sondern sich auch in den Netflix-Top-10 von sage und schreibe 66 Ländern einnistete, laufen nun die Kameras für die Fortsetzung.
Die zweite Staffel des rabenschwarzen Comedy-Crime-Mixes wird aktuell in Berlin und Umgebung gedreht und bringt den unvergesslichen Protagonisten Björn Diemel wieder zurück ins Chaos seines achtsamen Verbrechensalltags. Tom Schilling übernimmt erneut die Rolle des skurrilen Anwalts mit Hang zur Selbstfindung – und gelegentlicher Mordlust.
Dieses Mal steht für Björn eine ganz besondere Reise an: der Ausflug in die Tiefen seines eigenen inneren Kindes. Klar, dass das nicht ohne emotionale Nebenwirkungen bleibt, vor allem nicht, wenn zwischen pädagogischem Feingefühl und Mafia-Meetings plötzlich verdrängte Kindheitstraumata hochkochen. Die literarische Vorlage stammt erneut aus der Feder von Karsten Dusse.
Sein Bestseller „Achtsam morden“, mittlerweile in 30 Sprachen übersetzt und mit über vier Millionen verkauften Exemplaren ein veritabler Longseller, dient weiterhin als thematisches Rückgrat der Serie. Für das Drehbuch zeichnet sich wieder Doron Wisotzky verantwortlich, produziert wird das Ganze von Jan Ehlert (Constantin Film) und Tim Ehrlich. Als Executive Producer fungieren Oliver Berben und ebenfalls Jan Ehlert.
Hinter der Kamera bleibt das bewährte Duo Martina und Monika Plura – Regie und Bildgestaltung bleiben also in vertrauten Händen. Neben Tom Schilling kehrt ein Großteil der ursprünglichen Besetzung zurück: Britta Hammelstein, Murathan Muslu, Peter Jordan, Emily Cox und viele weitere sind wieder Teil des Ensembles, das die feine Linie zwischen Slapstick und Sarkasmus so gekonnt balanciert.
In der neuen Staffel hat Björn augenscheinlich alles im Griff. Der stressige Job als Strafverteidiger liegt hinter ihm, sein Alltag ist auf Achtsamkeit getrimmt, mehr Zeit mit Tochter Emily inklusive. Seine Ehe führt er nun auf angenehm konfliktsensible Weise – Streitgespräche mit Katharina verlaufen deutlich geerdeter. Doch während der äußere Schein trügt, beginnt es innerlich zu brodeln. Warum kann Björn das alles nicht genießen?
Joschka Breitner, der unverzichtbare Achtsamkeits-Guru, hat die Antwort parat: „Dein inneres Kind, Björn. Es leidet.“ Und genau das bringt eine neue Dynamik ins Spiel. Denn während Björn versucht, mit seiner Vergangenheit Frieden zu schließen, lasten immer noch zwei Mafia-Clans auf seinen Schultern. Die Chefs hat er, natürlich ganz achtsam, entfernt – was bleibt, ist die tägliche Organisation ihres kriminellen Erbes.
Praktisch, dass sein Vertrauter Sascha, ein ehemaliger Mafioso mit pädagogischem Background, weiterhin als Mitwisser fungiert – und obendrein den Kindergarten unter Björns neuer Kanzlei leitet. Der skurrile Alltag, in dem meditative Atemübungen mit Leichenentsorgung kollidieren, bleibt also erhalten. Die zweite Staffel von „Achtsam morden“ verspricht nicht weniger als eine noch tiefere Reise in das labile Seelenleben eines Mannes, der zwischen Familienleben und Verbrechen jongliert – und das mit einem inneren Monolog, der Yogamatte und Pistole gleichzeitig kennt.
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